Hy2Biomethane Wie sich Biogas und Wasserstoff intelligent miteinander kombinieren lassen

Redakteur: Alexander Stark

Das Institut für neue Energie-Systeme (Ines) der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) geht mit einem weiteren Forschungsvorhaben beim Thema Wasserstoffinfrastruktur und -verwertung voran. Die Forscher untersuchen dabei insbesondere die biologische Methanisierung genauer.

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In der Laborbiogasanlage der Fakultät Maschinenbau der THI werden Methanisierungs-Verfahren unter möglichst realen Bedingungen wissenschaftlich untersucht. Die beiden unterschiedlichen Reaktoren zur Methanherstellung wurden zuvor an der FAU entwickelt.
In der Laborbiogasanlage der Fakultät Maschinenbau der THI werden Methanisierungs-Verfahren unter möglichst realen Bedingungen wissenschaftlich untersucht. Die beiden unterschiedlichen Reaktoren zur Methanherstellung wurden zuvor an der FAU entwickelt.
(Source: THI)

Ingolstadt – Das Institut für neue Energie-Systeme (Ines) der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) erhält eine Förderung für das Projekt „Hy2Biomethane“. Unter Verwendung des bei Biogasanlagen durch die Fermentation anfallenden Kohlendioxids soll mit Wasserstoff aus einer vor Ort angeschlossenen Elektrolyse wiederum Methan erzeugt werden. Als vielversprechender Konversionspfad wird dabei die biologische Methanisierung näher untersucht. Das konkrete Ziel des Forschungsprojektes besteht in der Konzeptionierung, Entwicklung und labortechnischen Erprobung der verfahrenstechnischen Einbindung eines Rieselbettreaktors in die Druckwasserwäsche-basierten Biogasaufbereitung.

Den hierfür speziell entwickelten Rieselbettreaktor steuert der Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) als Projektpartner bei. Die Konzeptionierung sowie den Aufbau der gesamten Versuchsanlage übernehmen die Wissenschaftler des Ines. Dabei können sie auch auf die exzellente Infrastruktur im Labor für Bioenergietechnik der Fakultät Maschinenbau am Campus der THI zurückgreifen.

Prof. Markus Goldbrunner leitet als Verbundkoordinator das Gesamtvorhaben. „Die Erzeugung von Biomethan durch die intelligente Kombination von Biogasanlagen und Elektrolyse, sowie die Einspeisung von Biomethan in das Erdgasnetz bietet nicht nur für Biogasanlagen eine zukunftsorientierte Alternative“, so Prof. Goldbrunner.

Das Projekt „Flex Biomethane“, ein zweites Forschungsvorhaben des Ines, befasst sich bereits seit vergangenem Jahr mit der katalytischen Direktmethanisierung von Biogas und ergänzt damit die oben beschriebenen Forschungsaktivitäten zur Wasserstofferzeugung und Methanisierung. Beide Projekte werden in der kommenden Ausgabe 04/2021 der VDI-Zeitschrift „Technik in Bayern“ näher erläutert, welche sich dem Schwerpunktthema Wasserstoff widmet.

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