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Klimagasemissionen Wie Lanxess seinen CO2-Ausstoß in zehn Jahren halbiert hat

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Was derzeit auf dem Weltklimagipfel in Bonn diskutiert wird, ist für Lanxess bereits seit einem Jahrzehnt Alltag. Der Spezialchemie-Konzern hat in den vergangen zehn Jahren 13,8 Millionen Tonnen Klimagasemissionen eingespart. Genauso viel CO2 stoßen die rund 600.000 registrierten Autos in Köln und Bonn über den gleichen Zeitraum aus. Ein Erfolg, den das Unternehmen in den kommenden Jahren mit weiteren innovativen Technologien fortsetzen will.

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Die Klimaschutz-Zahlen von Lanxess auf einen Blick
Die Klimaschutz-Zahlen von Lanxess auf einen Blick
(Bild: Lanxess)

Köln – Seit der Gründung im Jahr 2005 arbeitet der Chemiekonzern kontinuierlich daran, den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase zu senken – mit Erfolg: Mit den Produktionsstandorten in Deutschland erfüllt Lanxess bereits heute die für das Jahr 2030 gesetzten nationalen Einsparvorgaben der Bundesregierung. Insgesamt hat der Chemiekonzern im Vergleich zum Jahr 2007 seine spezifischen Klimagasemissionen (CO2e) bis zum Jahr 2016 um 53 % reduziert.

Ungeachtet der erfolgreichen Bilanz arbeitet der Chemiekonzern kontinuierlich weiter daran, CO2-Emissionen zu reduzieren: Von 2015 bis 2025 sollen die spezifischen Treibhausgasemissionen um weitere 25 % gesenkt werden. Erreichen wird Lanxess dieses Ziel durch eine laufende Prüfung der Produktionsanlagen und weiteren Einsatz von innovativen Technologien. „Umweltschutz und Wirtschaftswachstum schließen sich nicht aus – Lanxess trägt mit besonders effizienten und effektiven Produktionstechnologien dazu bei, beides zu erreichen“, sagt Hubert Fink, Vorstandsmitglied von Lanxess. Durch die konsequente Nutzung von Prozesswärme zur Erzeugung von Dampf (Abhitze) ist es beispielsweise an den Lanxess-Standorten Leverkusen und Krefeld-Uerdingen sowie in der US-Stadt Baytown gelungen, eine erhebliche Menge Dampf wieder in die lokalen Verbundnetze zurückzuleiten.

Emissionseinsparungen bis 85 %

Weitere Beispiele sind die zwei modernen Lachgas-Reduktionsanlagen (Lara) am Adipinsäure-Produktionsstandort Krefeld-Uerdingen. Die erste thermische Lachgasspaltungsanlage – die erste ihrer Art in Deutschland – wurde 1992 am Standort in Betrieb genommen und verbucht seither Emissionseinsparungen von rund 85 %. Die zweite Lara ging 2009 ans Netz. In einem thermischen Prozess wird Lachgas vom Abgasstrom der Adipinsäure-Herstellung abgespalten und bei Temperaturen über 1.000 °C in Sauerstoff und Stickstoff aufgebrochen. Die dabei erzeugte Hitze generiert Dampf, der in das Versorgungsnetz des Standorts gespeist wird.

Klimagasemissionen spart das Unternehmen auch am brasilianischen Standort Porto Feliz mit seiner Kraft-Wärme-Kopplungsanlage. Mit einer Effizienzrate von bis zu 90 % versorgt diese hocheffiziente Anlage den Standort zur Herstellung von Eisenoxidpigmenten mit Elektrizität und Dampf. Mit Bagasse angetrieben, dem faserigen Zuckerrohr-Abfallstoff aus der Zuckerherstellung, produziert dieses Kraftwerk CO2-neutrale Energie. Das Unternehmen senkte mit der Kraft-Wärme-Kopplungsanlage seine Emissionen am Standort erheblich.

Ausgezeichneter Klimaschutz

Für das Engagement zum Thema Nachhaltigkeit und für die Einsparung von klimaschädlichen Emissionen wurde Lanxess erst im Oktober 2017 erneut ausgezeichnet. Die internationale Klimaschutzinitiative CDP (ehemals Carbon Disclosure Project) gab dem Kölner Unternehmen vor wenigen Wochen die Bestnote und somit einen Platz in der „Climate A List“. Damit würdigt die Klimaschutzinitiative die Anstrengungen von Unternehmen, Emissionen zu reduzieren, Klimarisiken zu mindern und eine emissionsarme Wirtschaft voranzutreiben. Lanxess gehört als Teil der „Climate A List“ zu den besten fünf Prozent aus mehreren tausend Unternehmen, die von der Initiative bewertet wurden.

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