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Chinas Pharma-Ausrüstermarkt Wie können Ausrüster auf dem chinesischen Pharmamarkt Fuß fassen?

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

China ist bekannt als das Land der großen Zahlen – das gilt auch für die dortige Pharmaindustrie. Mit aktuell über 4800 Pharmaproduzenten bietet der chinesische Markt weiterhin riesige Chancen für die globale Ausrüsterbranche. Ein aktueller „Vogel Market Insight Report“ zeigt: Die Anwenderbranche kommt trotz umfassender Kopierversuche lokaler Ausrüsterunternehmen nicht an westlicher Technologie vorbei.

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Chinas Pharmamarkt bietet westlichen Ausrüstern viele Möglichkeiten. Ein neuer Report hilft beim Markteinstieg im Reich der Mitte.
Chinas Pharmamarkt bietet westlichen Ausrüstern viele Möglichkeiten. Ein neuer Report hilft beim Markteinstieg im Reich der Mitte.
(Bild: Vogel Communications Group)

Würzburg – Chinas Pharmabranche ist im Umbruch. Um die Überwachung des riesigen Arzneimittelmarktes zu verstärken und die Qualität der Medikamente deutlich zu verbessern, hat die chinesische Regierung mehrere neue Direktiven erlassen: darunter die „Two Invoice“-Regelung und die "4+7 Drug Procurement with Target Quantity“-Regelungen. Das Ziel: Neben mehr Qualität sollen auch Effizienz und Kostenersparnis im System deutlich steigen.

Aber trotz – oder gerade wegen – der großen Zahlen: Der Anspruch zwischen Top-Pharma-Erzeugnissen und dem Einsatz hochwertiger Ausrüster-Technologien klafft im ‚Reich der Mitte‘ vor allem bei lokalen Herstellern noch allzu oft auseinander. Wie ein aktueller Report von PharmaTEC China (ein Fachmedium der Vogel Communications Group) in Zusammenarbeit mit M2Consulting zeigt, könne Chinas Pharmabranche nach wie vor nicht auf westliche Hightech-Geräte und Technologien verzichten.

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Obwohl vielfach und facettenreich kopiert und nachgebaut wird, sei lokale High-Tech nicht zuletzt aufgrund fehlender Präzision absolute Mangelware. Und das, obwohl das Ausrüster-Segment bereits rund 1000 Firmen zählt. So verwundere es kaum, dass auch viele Auslandsrückkehrer als Fachkräfte größerer chinesischer Pharmaproduzenten mit westlichen Qualitätstechnologien vertraut sind und auch in Zukunft darauf setzen wollen. Kleinere, rein lokale Pharmahersteller greifen dagegen aus Kostengründen nach wie vor auf Nachbauten der chinesischen Ausrüsterbranche, die international noch keineswegs wettbewerbsfähig sei, so der Report.

Doch so sehr westliche Anbieter mit technologischen Präzisionstechnologien punkten könnten, so wenig überzeugen sie offenbar beim Thema Aftersales. „Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass lokale Ausrüster mit schnellen und effizienten Dienstleistungen und Services offenbar noch besser punkten können, als die Technologieführer aus dem Westen“, betont Jiaqi Zhu, Projektmanagerin Market Insights bei der Vogel Communications Group. Die Studienergebnisse verdeutlichen indes den in Summe weiterhin hohen Investitionsbedarf bei Pharmaproduzenten – z.B. mit Blick auf Kapazitätserweiterungen in der Produktion, mit Blick auf die benötigten Technologien sowie notwendige Maßnahmen zur Digitalisierung. „Vor dem Hintergrund bieten sich globalen High-Tech-Anbietern in China weiterhin sehr gute Wachstumschancen“, zeigt sich Zhu sicher.

Der 40-seitige englischsprachige Report mit vielen Zahlen, Grafiken und Handlungsempfehlungen basiert auf einer großen Umfrage unter Anwendern in der Pharmaindustrie in China und richtet sich vor allem an Technologie- und Ausrüsterunternehmen, die diesen Wachstumsmarkt im Blick haben. Weitere Informationen sowie eine Infografik finden Sie auf der Market Insights Website.

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