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Energieaudit DIN EN 16247

Wie KMU durch ein Energieaudit profitieren

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Der Ablauf eines Energieaudits nach DIN EN 16247-1: Die Energieträger werden systematisch und fortlaufend untersucht und die Lastverläufe über die Zeit analysiert. Die Jahresverbräuche werden Haupt- und Nebenverbrauchern oder Prozessen zugeordnet. Daraus ableitend ergeben sich Einsparpotenziale. Welche Prioritäten hinsichtlich Anlagen und Prozessen gesetzt werden, bestimmen die Verantwortlichen selbst. Die ermittelten Einsparpotenziale können in verschiedenen Zeitrahmen umgesetzt werden, dies als investive oder auch nicht-investive organisatorische Maßnahmen. Dazu zählt auch die Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen bis hin zur technischen Machbarkeit und Amortisationszeiten.

Horizontaler und vertikaler Ansatz zum Energieaudit

Während der Einführungsphase 2013 und 2014 erlaubt die SpaEfV zwei Ansätze, die bis spätestens 2015 zum selben Ziel führen: ein vollständig implementiertes Energie- oder Umweltmanagementsystem bzw. Energieaudit oder alternatives System. Der Unterschied besteht in der Herangehensweise: Beim horizontalen Ansatz wird das jeweilige System vollständig in ausgewählten Unternehmensteilen oder Standorten umgesetzt: Für 2013 sind mindestens 25 % des gesamten Energieverbrauchs im Unternehmen auf diese Weise nachzuweisen. 2014 sind bereits 60 % des Gesamtenergieverbrauchs in den Auditumfang einzubeziehen. 2015 muss der Nachweis über den kompletten Energieverbrauch des Unternehmens erfolgen.

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Beim vertikalen Ansatz wird das jeweilige System Stück für Stück im gesamten Unternehmen eingeführt bzw. umgesetzt. So werden in einem ersten Schritt zunächst die Energieträger und Energiemengen des gesamten Unternehmens aufgelistet. 2014 und 2015 wird das System durch Feststellen der größten Energieverbraucher und möglicher Energieeinsparpotenziale vertieft und vervollständigt.

Für wen lohnt sich ein Energieaudit?

Unternehmen, die schnell und kostengünstig die Voraussetzungen für den Spitzenausgleich erfüllen möchten, entscheiden sich für den vertikalen Ansatz – als KMU insbesondere für die BAFA-Methode. Nachteil ist allerdings, dass konkrete Einsparpotenziale erst nach der Einführungsphase ermittelt werden. Unternehmen, die von Beginn an Energie einsparen möchten, entscheiden sich für den horizontalen Ansatz, da konkrete Einsparpotenziale unmittelbar gehoben werden. Für KMU und solche Unternehmen, die ein späteres Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 einführen möchten, empfiehlt TÜV Süd ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1.

Die Kosten dafür richten sich u.a. nach der Unternehmensgröße, der Höhe und Komplexität des Verbrauchs. Einführung und Erstzertifizierung eines Energiemanagementsystems können für ein KMU schnell im unteren fünfstelligen Bereich liegen. Es bestehen verschiedene Fördermöglichkeiten und die Kosten können sich durch Energieeinsparungen schnell amortisieren. Wenn Verantwortliche von steuerlicher Erstattung über den Spitzenausgleich profitieren wollen, müssen sie noch in diesem Jahr beginnen. Das nötige Knowhow bündeln die Fachleute von TÜV Süd Industrie Service im Kompetenzzentrum Energieeffizienz. Das unterstützt in allen Fragen zum Thema, begleitend zur Einführung oder bei den nötigen Messungen.

* Daniel Böhme ist Produktmanager Energieaudit nach DIN EN 16247 und Dr. Michael Bunk ist Leitung Energiesysteme bei TÜV Süd Industrie Service.Kontakt: Tel. +49-351-4202-322

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Wolfgang Ernhofer

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