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Dosieranlagenbau

Wie Dosieranlagen den Betrieb eines Kraftwerks unterstützen

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Eine fortlaufende Dosierung von Ammoniak als flüchtiges Alkalisierungsmittel reguliert den pH-Wert. Die Befüllung von Ammoniak und Deionat in einen Ansetzbehälter, die dortige Vermischung beider Medien und die Dosierung aus dem Behälter erfolgen normalerweise im Automatikbetrieb. Als festes Alkalisierungsmittel wird Trinatriumphosphat der Kesseltrommel der Abhitzedampferzeuger zugeführt.

Die Aufbereitung erfolgt ähnlich: Zunächst wird ein Ansetzbehälter bis zu einer definierten Höhe mit Deionat befüllt. Danach wird ein im Behälter verbauter Lösekorb mit Trinatriumphosphat in fester Form befüllt. Zum Schluss sorgt ein Rührwerk für eine konsistente Vermischung.

Ein geschlossenes Kühlwassersystem (luftdichter Ausdehnungstank) wird je nach Auslegung mit Deionat gefüllt. Dieses wird mit Carbohydrazid behandelt, was zum Korrosionsschutz die Sauerstoffkonzentration begrenzt. Das Carbohydrazid selbst wird vorher nicht aufbereitet, sondern direkt aus einem Liefergebinde in den Prozess dosiert. Doch auch die Zuführung von Sauerstoff kann erforderlich sein, und zwar in Kombifahrweise mit Ammoniak. Dabei unterscheidet sich die Anforderung an die Dosierung gasförmiger Medien grundlegend von den Funktionalitäten oben genannter Verfahren.

Dosierstationen für Trinatriumphosphat und Ammoniak werden üblicherweise in ISO-Containern außerhalb der Kraftwerksgebäude aufgestellt. In der Kesselwasserkonditionierung sind die Dosierstationen vergleichsweise standardisiert, wenn man von den projektspezifischen Besonderheiten absieht, wie sie im Anlagenbau üblich sind.

Eine Ausnahme ist eine Dosieranlage, die für ein großes GuD-Kraftwerk in Saudi-Arabien errichtet wurde (siehe Bildergalerie). Das Bild zeigt die vier Dosierstationen (v.l.n.r.): für Korrosionsinhibitor mit einem Lager- und Ansetzvolumen von 4000 Litern, für das Alkalisierungsmittel Trinatriumphosphat mit einem Volumen von 30 000 Litern, für das Alkalisierungsmittel Ammoniak mit einem Lager- und Ansetzvolumen von 20 000 Litern und für Sauerstoffbinder mit einer Kapazität von 4000 Litern. Hinter den Tanks befinden sich die jeweiligen Dosiereinheiten.

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