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Kooperationen und Investitionen Wie das Evonik-Segment Performance Materials weiter wachsen will

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Um das Evonik-Segment Performance Materials weiterzuentwickeln, trafen sich vom 20. bis 23. September über 190 Führungskräfte des Unternehmens, diskutierten über neue Ideen und unkonventionelle Technologieansätze. Durch Kooperationen und gezielte Investition wolle man sich als führender Anbieter von polymeren Werkstoffen und Zwischenprodukten etablieren.

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Die Zukunft von Performance Materials sei die intelligente Gestaltung des Chemie Geschäfts, so das Unternehmen. Auf der Konferenz wurden mehr als 40 neue und zum Teil unkonventionelle Ansätze zur Weiterentwicklung der Geschäftsmodelle vorangetrieben.
Die Zukunft von Performance Materials sei die intelligente Gestaltung des Chemie Geschäfts, so das Unternehmen. Auf der Konferenz wurden mehr als 40 neue und zum Teil unkonventionelle Ansätze zur Weiterentwicklung der Geschäftsmodelle vorangetrieben.
(Bild: Evonik)

Essen – Um die jeweilige Positionierung der Geschäfte von Performance Materials auszubauen, fördert Evonik gezielt Projekte. Dazu gehört die Inbetriebnahme einer Membranelektrolyse gemeinsam mit Akzo Nobel im vierten Quartal 2017. Dadurch wird die Versorgungssicherheit für Kalilauge und Chlor verbessert. Bereits seit Herbst in Betrieb ist eine neue Natriumcyanid-Anlage. Diese wird als Joint Venture Cyplus Idesa im mexikanischen Coatzacoalcos betrieben. Sie sorgt für einen Ausbau der lokalen Marktposition im Bereich des Edelmetallbergbaus.

Anfang Juni konnten Vertreter von Evonik und Bayer Crop Science über das erfolgreiche Anlaufen der neu errichteten ACM-Anlage in Mobile im US-Bundesstaat Alabama die über 20-jährige Zusammenarbeit festigen. In Weiterstadt wird die weltweit modernste Anlage zur Herstellung von gereckten Plexiglas Platten für Flugzeugverscheibungen die Produktion aufnehmen. Evonik investiert einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag in diese Anlage sowie eine neue Produktionslinie für PMMA-Folien und stärkt damit den Standort Weiterstadt und die Marke Plexiglas.

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Neue und unkonventionelle Ideen

„Wir haben vielversprechende Ideen, wie wir unser Chemiegeschäft intelligent gestalten. Nun geht es darum, diese Schritt für Schritt umzusetzen“, sagte Caspar Gammelin, Vorsitzender der Geschäftsführung von Performance Materials, auf der Konferenz. Es wurden mehr als 40 neuartige und zum Teil unkonventionelle Ansätze zur Weiterentwicklung der Geschäftsmodelle vorangetrieben.Dazu zählen:

  • Chemeasy – Kaliumhydroxid (KOH) online verkaufen: Auf der Online-Plattform können Kunden von Functional Solutions einen Referenzcode zum tagesaktuellen Preis erzeugen, der für eine verbindliche Bestellung 48 Stunden lang gültig ist. Ein erster Schritt zum digitalen Ökosystem.
  • Black & Bright: Internationale Marketingkampagne der Methacrylate, die die kreativen Möglichkeiten von Plexiglas herausstellt. Die Zielsetzung: Anwendungsnutzen nicht nur bei direkten Kunden, sondern auch bei deren Kunden – zum Ausbau der Geschäftsbeziehungen.
  • Erweiterte Vertriebskanäle: Unterschiedlichen Kundenbedürfnisse werden optimal bedient. Ein einfach zu bedienendes onlinegestützes Pilotprojekt für Plexiglas ist soeben in UK gestartet. Unter einer ähnlichen Zielsetzung plant Performance Intermediates neue Vertriebswege für MTBE.

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