Bayer – Coatings, Adhesives, Specialties Welchen Weg die Bayer-Geschäftseinheit Coatings, Adhesives, Specialties einschlägt

Redakteur: Marion Henig

Wässrige Rohstoffe für Lacke und Klebstoffe stehen im Mittelpunkt des Auftritts der Bayer MaterialScience auf der diesjährigen European Coatings Show (ECS). Dr. Joachim Wolff, Leiter der Geschäftseinheit Coatings, Adhesives, Specialties sprach auf der Messe über neue Produkte, Investitionsprojekte und Forschungsvorhaben.

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Dr. Joachim Wolff, Mitglied des Executive Committee von Bayer MaterialScience: „Auch Bayer MaterialScience erfährt seit Monaten einen deutlichen Rückgang im Auftragseingang. Uns trifft diese Krise aber nicht unvorbereitet. Für gut positionierte Unternehmen bieten sich in jeder Krise auch Chancen.“
Dr. Joachim Wolff, Mitglied des Executive Committee von Bayer MaterialScience: „Auch Bayer MaterialScience erfährt seit Monaten einen deutlichen Rückgang im Auftragseingang. Uns trifft diese Krise aber nicht unvorbereitet. Für gut positionierte Unternehmen bieten sich in jeder Krise auch Chancen.“
( Archiv: Vogel Business Media )

Nürnberg – Mit Blick auf die weltweite und branchenübergreifende Wirtschaftskrise zeigte sich Dr. Joachim Wolff, Mitglied des Executive Committee von Bayer MaterialScience und Leiter der Geschäftseinheit Coatings, Adhesives, Specialties (CAS), bei einem Pressegespräch auf der European Coatings Show zuversichtlich: „Es wird eine Zeit nach der Krise geben, in der die allgemeine Nachfrage wieder steigen wird. Wir haben kreative Mitarbeiter, marktgerechte Produkte und vor allem eine klare Vorstellung von der Zukunft.“

Klima- und Umweltschutz sei eine Herausforderung der Zukunft, der sich Bayer MaterialScience stellen will. So steht der Messestand unter dem Motto „Water is green – Driving green Technologies“. „Wir erschließen mit unseren Produkten und Technologien ‚grüne’ Wertschöpfungsketten und damit einen Mehrwert für unsere Kunden“, führte Wolff aus. Gerade für Polyurethansysteme erwartet er auch in Zukunft Wachstumsraten oberhalb des Marktdurchschnitts. Das gelte für lösemittelarme, konventionelle Systeme und besonders auch für wässrige Rohstoffe. So stehen wässrige Rohstoffe für Lacke und Klebstoffe im Mittelpunkt des Messeauftritts, insgesamt 25 neue Produkte präsentiert das Unternehmen auf der European Coatings Show.

Investitionen in Sachanlagen, Forschung und Entwicklung

„Investitionen in Sachanlagen sowie Forschung und Entwicklung dürfen gerade jetzt nicht vernachlässigt werden, wenn wir auch künftig erfolgreich sein wollen“, betonte Wolff. Zwischen 2009 und 2012 sollen mindestens 200 Millionen Euro in Sachanlagen und 450 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung in den Bereich Coatings, Adhesives, Specialties investiert werden, insgesamt also mindestens 650 Millionen Euro.

So wurde Ende März beschlossen, mit Investitionen von rund 20 Millionen Euro eine Polyisocyanat-Produktion in Ankleshwar im Wachstumsmarkt Indien aufzubauen. Ab 2011 soll dort für den indischen Markt und die angrenzende Region produziert werden.

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Mit der Eröffnung eines hochmodernen Produktionsbetriebs für wässrige Polyurethan-Dispersionen in Shanghai fand bereits Ende vergangenen Jahres eine Schlüsselinvestition ihren Abschluss. Damit verfügt Bayer MaterialScience jetzt auch in Asien über World-Scale-Kapazitäten für diese wichtigen Lack- und Klebstoffrohstoffe.

In Deutschland werden derzeit vor allem hochinnovative Projekte realisiert. So wurde Anfang 2009 in Dormagen die Produktion von Baycusan aufgenommen. Dabei handelt es sich um spezielle wässrige Polyurethan-Dispersionen für den Einsatz in der kosmetischen Industrie und der Medizintechnik. Ebenfalls in Dormagen ist eine neue Produktionsanlage für großformatige Polycarbonat-Folien im Bau, und in Leverkusen wird eine 200-Jahrestonnen-Pilotanlage zur Herstellung von Baytubes Kohlenstoff-Nanoröhrchen errichtet. Beide Projekte sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

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