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Schüttgutförderung Weiterentwicklungen bei der Schüttgutförderung mit Vakuum erleichtern das Pulver-Handling

Redakteur: Sonja Beyer

Wer schwieriges Schüttgut zu fördern hat, der sollte auf Nummer sicher gehen und ein System wählen, das flexibel, sauber und schonend arbeitet. Doch was muss es können, und welche Vorteile sollte es haben?

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Automatische Beschickung eines Mischers mit Paracetamol-Pulver; diese Aufgabe musste vorher mühsam händisch per Schöpfkelle erledigt werden. (Bild: Volkmann)
Automatische Beschickung eines Mischers mit Paracetamol-Pulver; diese Aufgabe musste vorher mühsam händisch per Schöpfkelle erledigt werden. (Bild: Volkmann)

Feine Farbpulver, grobe Agglomerate, schwere Eisenpulver und Stoffe wie Titandioxid oder Ruß haben eines gemeinsam: Sie stellen in puncto Transport hohe Ansprüche ans Fördersystem. Es muss sich nicht nur flexibel einsetzen lassen und nach dem Baukastenprinzip konzipiert sein, für schwierige Stoffe müssen zusätzlich auch die bekannten Verfahren optimiert und angepasst werden. Bei Volkmann, einem Hersteller von Vakuumförderern, mündeten diese Anforderungen in einen leistungsstarken Multijektor, ein prozesssicheres, pneumatisches Pulverfördersystem, das vielfältige Förderaufgaben löst und zusätzlich für den Einsatz in allen relevanten Staub- und Gas-Ex-Zonen geeignet ist.

Leistung in mehreren Stufen

Das Funktionsprinzip des mehrstufigen druckluftbetriebenen Ejektors ist einfach: Das Treibgas p+, in der Regel Druckluft mit 4 bis 6 bar, tritt in das Pumpengehäuse ein und durchströmt die erste Düsenstufe, die aus einzelnen Lavaldüsen besteht.

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Zunächst wird die Druckluft im Unterschallbereich der Düsen durch die Querschnittsverengung so stark beschleunigt, dass sie an der engsten Stelle Schallgeschwindigkeit erreicht. Die Umkehrung der Strömungsverhältnisse im Überschallbereich wird im nachfolgenden Diffusor berücksichtigt. Hier erhöht eine Querschnittserweiterung die Geschwindigkeit noch mehr, sodass die Luft am Austritt der ersten Düsenstufe mit Überschallgeschwindigkeit unterwegs ist. Der starke Druckabfall, der mit der hohen Geschwindigkeit konvergiert, erlaubt einen hohen Unterdruck, was besonders bei der Pfropfenförderung wichtig ist.

Die folgenden drei bis vier weiteren Düsenstufen nutzen die vorhandene hohe Strömungsenergie zusätzlich, um die Saugluftmenge der Pumpe zu vervielfachen, ohne dass weitere Energiezufuhr nötig wäre. Damit wird ein einstufiger Ejektor mit eingeschränktem Anwendungsbereich zum leistungsstarken Multijektor.

Die mehrstufige Konstruktion mündet in einen Wirkungsgrad, den Ejektoren bisher nicht erreichen konnten. Multijektoren, die keine drehenden Teile besitzen, keine Schmierung und Wartung benötigen und im Betrieb auch keine Wärme entwickeln, besitzen folglich eine sehr lange Lebensdauer gegenüber konventionellen Gebläsen oder Pumpen. Zudem ist diese Art, Vakuum zu erzeugen, vollkommen zündquellenfrei. Damit wohnen dem Fördersystem Eigenschaften inne, die es besonders für die Vakuumförderung befähigen.

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