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Wärmetauscher/Effizienz & Abwärmenutzung Wärmetauscher für den Effizienz–„Leuchtturm” im Hamburger Hafen

| Redakteur: Dominik Stephan

Darum leisten Wärmetauscher einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Hamburger Hafencity mit Wärme – Die Idee war bestechend: Industrie-Abwärme nutzen, damit die hippe Hafencity nicht friert. Doch der Hamburger Hafen ist auch für Wärmetauscher ein raues Pflaster - aggressive Medien und Drücke setzen der Technik zu. Wie eine Kupferhütte, ein Energieversorger und ein schwedischer Apparatebauer trotzdem den Nachaltigkeits-Leuchtturm zum Strahlen bringen...

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Die Wärmetauscher sind in unmittelbarer Nähe des Zwischenabsorbers (Hintergrund) installiert
Die Wärmetauscher sind in unmittelbarer Nähe des Zwischenabsorbers (Hintergrund) installiert
(Bild: Alfa Laval)

Die Nutzung industrieller Abwärme zählt zu den wichtigsten Instrumenten der Energiewende. Der Konzern Aurubis, einer der weltweit größten Kupferproduzenten und -wiederverwerter, sowie der Energieversorger Enercity haben sich daher zusammengetan und ein aufsehenerregendes Projekt realisiert: Mittels Wärmetauschern wird Industriewärme auf Wasser als Transportmittel übertragen und über eine Fernwärmetrasse in Richtung Hamburger Hafencity geleitet. Dort wird die Wärme des 90 °C heißen Wassers zur Energieversorgung erneut getauscht. Das Wasser fließt anschließend mit einer Temperatur von 60 °C wieder zurück.

Die Industriewärme stammt aus der sogenannten Kontaktanlage der Kupferhütte Aurubis, wo in einer exothermen chemischen Reaktion gasförmiges Schwefeldioxid in flüssige Schwefelsäure umgewandelt wird. Schwefelsäure selbst gehört zu den wichtigsten industriell produzierten Chemikalien und wird unter anderem zur Herstellung von Düngemitteln, Farbstoffen und Arzneimitteln verwendet.