Suchen

Cabinet Condition Monitoring Wächter im Schaltschrank

| Autor/ Redakteur: Klaus Ebinger* / Anke Geipel-Kern

Bei der Überwachung von Geräten in der Feld- und Leitebene bleiben die Übertragungswege und Schnittstellen meist außen vor. So sind Vor-Ort-Schaltschränke – insbesondere bei älteren Anlagen – heute in vielen Fällen die Achillesferse der Anlagentechnik. Ihr Zustand konnte bisher nur mit großem Aufwand überwacht werden. Mit dem Schaltschrankwächter IMX12-CCM bietet Turck nun eine einfache Möglichkeit für zuverlässiges Cabinet Condition Monitoring – auch bei bestehenden Anlagen einfach nachrüstbar.

Firmen zum Thema

Mit seiner eigensicheren 2-Leiter-Messumformer-Speiseschnittstelle kann der IMX12-CCM im explosionsgefährdeten Bereich eingesetzt werden.
Mit seiner eigensicheren 2-Leiter-Messumformer-Speiseschnittstelle kann der IMX12-CCM im explosionsgefährdeten Bereich eingesetzt werden.
(Bild: Turck; ©vege - stock.adobe.com)

Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit stehen beim Betrieb von Maschinen und Anlagen an erster Stelle – unplanmäßige Stillstände verringern die Rentabilität erheblich. Deshalb ist eine Anlage ohne intelligente Sensorik in der heutigen Zeit kaum mehr zu betreiben. Neben den eigentlichen Prozessparametern werden parallel weitere Informationen an die Leit- bzw. Steuerungsebene weitergegeben. So können beispielsweise Messbereiche im laufenden Betrieb angepasst oder der jeweilige Zustand des Betriebsmittels abgefragt werden. In den letzten Jahren hat sich einiges getan, die Feldinstrumente sind zu wahren Multitalenten gereift.

Tipp der Redaktion In unserer Spezialausgabe Prozessindustrie 4.0 lernen Sie mehr über Strategien, Erfolgsfaktoren und Chancen für die Prozessindustrie auf ihrem Weg durch die Digitale Transformation. In der Ausgabe lesen Sie Best Practices, Meinungen und Strategien zum Thema Prozessindustrie 4.0.

Betrachtet man die Ursachen unplanmäßiger Anlagenstillstände, liegt die Ursache of nicht in der Instrumentierung oder der Leittechnik, sondern es sind die Informationswege, Umsetzer und Verbindungsstellen vor Ort, die sich als Schwachstellen herausstellen. Diese Infrastruktur ist meist nicht dazu geeignet, um sie der rauen Umgebungsatmosphäre verfahrenstechnischer Anlagen direkt auszusetzen. Daher befinden sich diese Geräte in Gehäusen, die sie vor Feuchtigkeit, Temperatur und anderen Risiken – beispielsweise mechanischer Beeinflussung – schützen.

Auch der Schaltschrank schützt nicht dauerhaft

Unbeschädigte Schaltschränke schirmen die darin verbauten Geräte gut gegen äußere Einflussfaktoren ab. Mit zunehmender Betriebsdauer oder auch Beanspruchung kann der Schutz jedoch nachlassen. Dies kann durch mechanische Beschädigungen, durch Alterung der Dichtungsmaterialien, aber auch durch Unachtsamkeit wie beispielsweise unsachgemäßes Verschließen verursacht werden. Sehr häufig sind es schleichende Prozesse, die irgendwann zu einem Ausfall führen und somit auch zu einem kompletten Stillstand der Anlage.

Moderne elektronische Geräte verfügen heute schon über eine eigene Temperaturüberwachung „on board“. Die Messungen erfassen an kritischen Punkten auf den Leiterplatten die Temperaturen. Diese Daten können beispielsweise über moderne Feldbussysteme ausgelesen und weiter verarbeitet werden. Das ist prinzipiell eine gute Möglichkeit, lässt aber wichtige Punkte außer Acht: Nicht jedes Anlagenkonzept baut auf einer Feldbustopologie auf. Zusätzliche Diagnose-Informationen könnten in diesen Fällen nur über zusätzliche Schnittstellen an den Geräten herausgeführt werden. Diesen Aufwand betreiben nur wenige Firmen, somit sind Anlagenteile ohne spezielle Kommunikationstechnik nicht zu überwachen.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 44865898)