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Wireless: Phase der Ernüchterung
Auch wenn diese Themen hoch spannend und für die meisten Teilnehmer vollkommen neu waren, galt das Hauptinteresse eher den klassischen Themen des Kongresses. Bei Wireless Automation hat man die Phase der Ernüchterung erreicht. Inzwischen ist auch bei den großen Promotern angekommen, dass der Marktanteil in der Chemie in absehbarer Zeit die Fünf-Prozent-Marke nicht erreichen wird. Besser sieht es da in der Petrochemie aus, wo große Entfernungen die Einführung begünstigen. Aber auch hier wird es bei einstelligen Prozenten der installierten Basis bleiben.
Stuxnet: weiter heiß diskutiert
Weiter heiß diskutiert werden die Auswirkungen von Stuxnet und die Maßnahmen, mit denen man IT-Security realisieren will. Die unterschiedlichen Philosophien aus USA und Europa prallen deutlich aufeinander. Das Thema Diagnose von Feldgeräten und Anlagen taucht inzwischen an vielen Stellen auf. Da ist in absehbarer Zeit mit weiteren Innovationen zu rechnen. Frustrierend bleibt das Thema Kompatibilität und Schnittstellen. Hier bleiben die Egoismen der Hersteller weiter im Vordergrund.
Energieeffizienz: ein Hype neigt sich dem Ende zu
Und offensichtlich scheint der Hype um die Energieeffizienz bei den Automatisierern zu Ende zu sein. Schließlich war der Kostendruck schon in der Vergangenheit in der Chemie und Petrochemie sehr hoch, da Energie einen nicht unerheblichen Anteil der Produktionskosten ausmacht. Trotzdem bleibt die Bedeutung der Energietechnik und Umwelttechnik hoch.
Alles in allem war es wieder eine spannende Veranstaltung und man kann sich schon auf den nächsten Kongress freuen, der vom 13. bis 14. Juni 2012 wieder in Baden-Baden stattfindet.
* Der Autor ist freier Mitarbeiter bei PROCESS.
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