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Polylactid-Produktion Thyssenkrupp startet Betrieb von Biokunststoff-Anlage in China

| Redakteur: Alexander Stark

Thyssenkrupp ein eigenes Herstellungsverfahren für den Biokunststoff Polylactid (PLA) entwickelt. Die weltweit erste kommerzielle Anlage auf Basis der patentierten PLA neo Technologie ist kürzlich im chinesischen Changchun in Betrieb gegangen.

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Das neue Werk in Changchun, China, stellt PLA-Produkte her.
Das neue Werk in Changchun, China, stellt PLA-Produkte her.
(Bild: Thyssenkrupp )

Essen – Betreiber der Biokunststoff-Anlage ist die Jilin Cofco Biomaterial Corporation, eine Tochter von Cofco, Chinas größtem Lebensmittel- und Getränkekonzern. Die neue Anlage produziert alle gängigen PLA-Typen, unter anderem für die Herstellung umweltfreundlicher Verpackungen, Fasern, Textilien und technischer Kunststoffe.

Polyactid (PLA) ist ein zu 100 % biobasierter und kompostierbarer Kunststoff, der durch seine physikalischen und mechanischen Eigenschaften herkömmliche, erdölbasierte Polymere in vielen Bereichen ersetzen soll, so das Unternehmen. Als Ausgangsstoff für die PLA-Produktion dient Milchsäure, die aus nachwachsenden Rohstoffen wie Zucker, Stärke oder Cellulose gewonnen wird.

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Neben der effizienten und ressourcenschonenden Umwandlung von Milchsäure zu PLA nennt der Hersteller ihre Übertragbarkeit auf Großanlagen mit Kapazitäten von bis zu 100.000 Tonnen pro Jahr als Besonderheiten dieser Technologie. Bei der Entwicklung konnte die Tochtergesellschaft Uhde Inventa-Fischer auf sein Know-how aus dem Bau von mehr als 400 Kunststoffanlagen weltweit sowie bei der Skalierung neuer Technologien zurückgreifen. Für die neue Anlage in Changchun hat Thyssenkrupp das Engineering verantwortet, die Schlüsselkomponenten geliefert sowie die Montage und Inbetriebnahme überwacht.

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