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30.000 Tonnen PLA pro Jahr Thyssenkrupp baut weitere Biokunststoff-Anlage in China

| Redakteur: MA Alexander Stark

Im Süden Chinas soll bis 2021 eine neue Biokunststoff-Anlage entstehen. Für den Bau auf Grundlage seiner patentierten PLA-neo-Technologie hat Thyssenkrupp den Zuschlag erhalten.

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Biologisch abbaubar, nahezu CO2-neutral und vielseitig einsetzbar: Polyactid (PLA) bietet Potenzial für viele Anwendungsbereiche.
Biologisch abbaubar, nahezu CO2-neutral und vielseitig einsetzbar: Polyactid (PLA) bietet Potenzial für viele Anwendungsbereiche.
(Bild: Thyssenkrupp)

Essen – In einem zunehmend umweltbewussten Umfeld wächst der Markt für Biokunststoffe kontinuierlich. Insbesondere PLA hat aufgrund seiner Vielseitigkeit großes Potenzial, nicht nur die Verpackungsindustrie, sondern auch in anderen Branchen wie der Lebensmittel-, Konsumgüter- oder Automobilindustrie. Für die Herstellung von Biokunststoffen hat Thyssenkrupp die patentierte PLA-neo-Technologie entwickelt. Auf dessen Grundlage soll in China eine neue Anlage entstehen. Die Anlage mit einer jährlichen Kapazität von 30.000 Tonnen Polyactid (PLA) soll im Herbst 2021 den Betrieb aufnehmen. Mit diesem zweiten Auftrag stärkt der Anlagenbauer seine Position auf dem asiatischen Markt, der heute etwa die Hälfte der globalen Produktionskapazitäten für Biokunststoffe repräsentiert. Die erste kommerzielle Anlage auf Basis der PLA-neo-Technologie errichtete der Konzern für Chinas größten Lebensmittel- und Getränkekonzern Cofco. Sie ging Ende 2018 in Changchun in Betrieb.

Der kompostierbare Biokunststoff PLA wird zu 100 % aus erneuerbarer Biomasse gewonnen. Damit bildet er eine umweltfreundliche, CO2-sparende und gleichzeitig wirtschaftliche Alternative zu herkömmlichen ölbasierten Kunststoffen. Die neue Anlage wird PLA unter anderem für die Herstellung umweltfreundlicher Verpackungen, Fasern, Textilien und technischer Kunststoffe produzieren. Das Unternehmen übernimmt das Design der Anlage und liefert die wesentlichen Komponenten. Die Technologie eignet sich dem Unternehmen zufolge auch für großtechnische Anlagen mit Kapazitäten von bis zu 100.000 Tonnen pro Jahr. Außerdem sei der Energieverbrauch des Verfahrens durch ein Energierückgewinnungssystem weiter reduziert worden.

Polylactid ist ein biologisch abbaubarer Kunststoff, der dank seiner physikalischen und mechanischen Eigenschaften viele herkömmliche Materialien wie PET, PP und PS ersetzen kann. Als Ausgangsstoff für den PLA-neo-Prozess dient Milchsäure, die aus nachwachsenden Rohstoffen wie Zucker, Stärke oder Cellulose gewonnen wird. Die Technologie zeichnet sich durch eine besonders effiziente und ressourcenschonende Umwandlung von Milchsäure zu PLA aus.

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