Energiemonitoring Thermische Massedurchfluss-Messsysteme fürs Energiemonitoring

Autor / Redakteur: Sebastian Grahlow / Dr. Jörg Kempf

Ziel eines Energiemonitorings ist es, Energieverschwendung und Ineffizienz zu identifizieren und entsprechend gegenzusteuern. Lesen Sie am Beispiel der Druckluft-, Argon- und Stickstoffversorgung einen Best-Practice-Bericht. Zur Bewertung wurden verschiedene Durchfluss-Messtechnologien herangezogen. Das thermische Messprinzip hatte die Nase vorne.

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(Bild: Endress+Hauser)

Die Umsetzung von Energiemonitoring-Systemen stellt viele Unternehmen vor vergleichbare Herausforderungen. So auch Endress+Hauser Flowtec. Das Kompetenzzentrum für Durchflussmesstechnik startete im Jahr 2009 mit der Planung und Umsetzung eines Energiemonitoring-Systems im eigenen Haus. Die Umsetzung des Projektes wurde in mehreren Schritten umgesetzt:

  • Messung und Datensammlung (mögliche Daten: Druckluft-, Dampf- und Erdgas-Durchfluss sowie elektrischer Verbrauch);
  • Datenanalyse (z.B. wie hoch ist der spezifische Energieverbrauch für die Produktion von 1 Nm³ Druckluft? Wie hoch ist der Kessel-Wirkungsgrad?);
  • Reporting (Kommunikation der Erkenntnisse aus Messung und Analyse beispielsweise in Diagramm-Form).

Um Energie einsparen zu können, müssen zunächst Investitionen getätigt werden. Um einen vernünftigen Kostenrahmen des Projektes zu garantieren, beschränkte sich das Projekt auf die wichtigsten Bereiche Druckluft, Argon- und Stickstoffversorgung sowie das Heiz- und Kühlsystem in den Hauptgebäuden. Davon unabhängig wurden zusätzlich die Wasserpumpen der Kalibrieranlagen untersucht.

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Eine der ersten Maßnahmen war die Identifizierung der besten Messtechnik für die Erfassung der Medienströme. Dabei wurden folgende Kriterien bewertet:

  • Anschaffungskosten,
  • Messgenauigkeit,
  • direkte Ausgabe von Normvolumen,
  • bleibender Druckverlust,
  • geringe Einbauabmessungen,
  • Wartungsbedarf des Messsystems.

Zur Bewertung wurden die Messtechnologien Coriolis, Vortex, Blenden- bzw. Differenzdruck und thermisch herangezogen. Messsysteme mit bewegten Bauteilen wie Verdrängerzähler wurden aufgrund der kürzeren Wartungsintervalle nicht berücksichtigt. Im Ergebnis besitzt das thermische Messprinzip die größte Schnittmenge der Bewertungskriterien und kam deshalb bevorzugt zum Einsatz.

Die Ergebnisse des Energiemonitorings werden auf der nächsten Seite präsentiert.

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