Chemie-Tarifrunde 2016

Tarifabschluss in Chemie unter Dach und Fach

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Unter dem Titel „Pre-Start“ legen Gewerkschaft und Chemie-Arbeitgeber ein neues Projekt zur Integration junger Menschen in die Arbeitswelt auf. Zielgruppe sind Jugendliche mit erheblichen sprachlichen oder schulischen Defiziten. Sie sollen in mehrmonatigen Kursen für eine Teilnahme an den bereits laufenden „Start“-Programmen vorbereitet werden. Hier werden junge Menschen gefördert, denen Voraussetzungen für eine Berufsausbildung fehlen. Konkret geht es um eine einjährige berufspraktische Vorbereitung.

Stimmen zum Tarifabschluss in Chemie- und Pharmaindustrie

BAVC-Präsidentin Margret Suckale (BASF): „Diesmal brauchten die Chemie-Sozialpartner keine Verlängerung. Das Ergebnis ist anspruchsvoll, aber für beide Seiten tragbar. In zwei Bundesrunden wurde ein Abschluss erzielt, der Wertschätzung gegenüber unseren Mitarbeitern ausdrückt, ohne die Wettbewerbsfähigkeit der Branche aus den Augen zu verlieren. Außerdem engagieren wir uns weiterhin gemeinsam für die Nachwuchssicherung, um auch in Zukunft gut aufgestellt zu sein.“

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IG BCE-Vorsitzender Michael Vassiliadis: „Mit diesem Abschluss sorgen wir wieder für eine gute und stabile Einkommensentwicklung. Die Beschäftigten haben teil am Erfolg der chemischen Industrie. Unsere hohe Tarifbindung in der Branche gewährleistet, dass die Entgelterhöhungen auch bei allen ankommen.“

„Für die Unternehmen ist dieser Abschluss zweifellos ein Kraftakt, der nur durch die lange Laufzeit tragbar ist. Insgesamt haben wir aber eine Lösung gefunden, die die Interessen der Arbeitgeber angemessen berücksichtigt“, sagte BAVC-Verhandlungsführer Georg Müller. „Langfristige Planungssicherheit und Entlastung durch betriebliche Flexibilität – das sind die Pluspunkte aus Arbeitgebersicht“, betonte Müller. „Mit diesem Ergebnis steht die nächste Tarifrunde erst wieder in zwei Jahren an. Diese Zeit können wir nutzen, um große Herausforderungen wie die Digitalisierung der Arbeitswelt gemeinsam anzugehen.“

IG-BCE-Verhandlungsführer Peter Hausmann: „Wir haben einen guten Kompromiss erzielt, das Ergebnis entspricht der Lage in der chemischen Industrie. Die Prozentzahlen können sich auch im Branchenvergleich sehen lassen. In der Ausbildung werden die Standards quantitativ gehalten und qualitativ weiter ausgebaut. Mit dem ‚Pre-Start‘-Programm erschließen wir Neuland.“

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