Ausbau der Feststoffproduktion Takeda erweitert Tablettenproduktion Oranienburg

Redakteur: Anke Geipel-Kern

Takeda will 100 Millionen Euro in Oranienburg investieren und die dort ansässige Feststoffpoduktion ausbauen.

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Der Takeda-Standort Oranienburg gilt als Kompetenzzentrum für feste Formen im weltweiten Produktionsnetzwerk des japanischen Konzerns.
Der Takeda-Standort Oranienburg gilt als Kompetenzzentrum für feste Formen im weltweiten Produktionsnetzwerk des japanischen Konzerns.
(Bild: Takeda/Sebastian Bolesch)

Oranienburg - Der japanische Pharmakonzern Takeda will die Tablettenproduktion in Oranienburg ausbauen. Rund rund 100 Millionen Euro sollen in die Erweiterung der Produktionskapazitäten fließen, davon schießt die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) 23 Millionen Euro zu. Werden die Pläne umgesetzt, entstehen 158 neue Arbeitsplätze, davon 60 bereits in den nächsten zwei Jahren. Der Standort Oranienburg gilt als Kompetenzzentrum für feste Darreichungsformen im globalen Produktionsnetzwerk des japanischen Konzerns.

2011 hat Takeda den Schweizer Konzern Nycomed für zehn Millionen Euro gekauft und damit die Arzneimittelwerke in Konstanz und Oranienburg übernommen. Hauptsitz der Vertriebsorganisation und jüngster Standort ist Berlin, nach der Schließung der Forschung gibt es in Konstanz nur noch Verwaltungsfunktionen.

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Auf Freude stößt die Investition bei der Politik. Von einer guten Nachricht für den gesamten Gesundheitsstandort Brandenburg, sprach Ralf Christoffers, Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg. Die Investition von Takeda internationalen Konzerns strahle positiv auf das gesamte Cluster aus.

Der Sprecher der Geschäftsführung der Zukunfts Agentur Brandenburg (ZAB), Dr. Steffen Kammradt, sagte: „Die Investition des japanischen Takeda-Konzerns ist ein guter Start für Brandenburg ins Investitionsjahr 2014. Sie zeigt, wie attraktiv der Standort für internationale Unternehmen ist. Der Pharmastandort Oranienburg hat sich zu einem Schwergewicht im Gesundheitscluster Berlin-Brandenburg entwickelt. Insgesamt macht der Wachstumskern Oranienburg, Hennigsdorf, Velten seinem Ruf als herausragender und weit über die Region ausstrahlender Standort der Gesundheitswirtschaft alle Ehre.“

Bereits seit den frühen 90er Jahren hat die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) den Produktionsstandort Oranienburg, den der Takeda-Konzern vor einigen Jahren mit dem Vorgänger Nycomed übernommen hat, mit insgesamt rund 27 Millionen Euro an Fördermitteln unterstützt. Dadurch wurden über den Zeitraum Investitionen in Höhe von 220 Millionen Euro ermöglicht und 297 Arbeitsplätze geschaffen beziehungsweise gesichert.

Der Vorstandsvorsitzende der ILB, Tillmann Stenger, erklärte: „Das aktuelle Projekt mit einem Volumen von knapp 100 Millionen Euro ist die bisher größte Investition von Takeda seit der Übernahme des Standorts. Die ILB wird das Großvorhaben mit einer Förderung von fast 23 Millionen Euro begleiten. Damit löst jeder Fördereuro mehr als das Vierfache an Investitionen aus. Mit der Erweiterung seiner Produktion in Oranienburg wird das Pharmaunternehmen 158 neue Arbeitsplätze am Standort schaffen."

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