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Auch die Galenik kann von Beratung profitieren
Anwendungstechniker können auch dann weiterhelfen, wenn die Form der Tablette noch nicht final feststeht. Hier lohnt sich eine frühzeitige Beratung, um späteren Schwierigkeiten vorzubeugen. Ein Beispiel: Das Tablettendesign wird häufig vom Marketing festgelegt. Wenn jedoch – ungeachtet der Produktionsbedingungen – ausschließlich Designfaktoren entscheiden, können in der Fertigung deutliche Nachteile entstehen. Dies kann zu einer stündlichen Minderproduktion von bis zu 100 000 Stück oder zu gar nicht erst produzierbaren Formaten führen. Mit dem Know-how des Maschinenherstellers lässt sich an dieser Stelle optimal vorbeugen.
Ein weiterer Support vor der Produktion ist das „Scale-up“. Die Beratung in diesem Bereich ist vor allem für Pharmaunternehmen sinnvoll, die eine neu entwickelte Tablette möglichst schnell von der Galenik in die Serienproduktion übertragen wollen.
Klatt: „Einige Kunden initiierten nach der Laborphase extra eine zweite Entwicklungsphase, um die gewünschte, im Labor entwickelte Tablette auch auf den Produktionsanlagen zu erhalten. Hier konnten wir von unserer Galenik-Presse mit sofortigem Scale-up überzeugen. Dies bedeutet die Parameter der Tablette lassen sich sofort auf die gewünschte Maschine übertragen – mit 99-prozentiger Genauigkeit beim ersten Versuch. Somit entfallen komplizierte Simulationsrechnungen und damit auch Kosten.“
Stillstand vermeiden
Auch in der laufenden Produktion können technische Feineinstellungen enorme Auswirkungen auf die Ausbringungsmenge und die Produktqualität haben. Entscheidend ist der kontinuierliche technische Support. Bei den Tablettierwerkzeugen bietet Fette Compacting eine eigene Stempelentwicklung und -fertigung, deren Toleranzen über den vorgeschriebenen TSM- (Tableting Specification Manual) oder EU-Normen liegen. Mit dem FS12-Stempelformat kann beispielsweise aufgrund einer höheren Stempelzahl bei vergleichbarer Druckhaltezeit zum EU19-Format ein Leistungsplus von 40 Prozent erreicht werden. In der Folge verringern sich Stillstandszeiten, Wartungsaufwand und Ersatzteilebedarf.
Für die Ersatzteile muss eine Versorgung an allen Standorten sichergestellt sein. Die Ersatzteillieferungen erfolgen über ein Logistiknetzwerk mit der Unternehmenszentrale in Deutschland (Schwarzenbek) sowie mit acht Tochterfirmen in Asien, China, Frankreich, Indien, Lateinamerika, Mexiko, Spanien und den USA. Für die optimale Versorgung mit Originalersatzteilen führt der Hersteller eine Risikoanalyse aller wichtigen Baugruppen durch, um das jeweils passende Ersatzteilpaket zu ermitteln.
Gerade im Falle einer technischen Störung muss der Support weltweit reibungslos funktionieren. Pharmaunternehmen beklagen häufig, dass Kommunikationswege zu umständlich bzw. mit langen Wartezeiten verbunden seien. Über herkömmliche Modemverbindungen sei zudem oft keine Fernwartung bei mechanischen oder prozessbezogenen Problemen möglich. Eine neue Netzwerkarchitektur verspricht das „Service-Portal“, eine digitale Plattform die gemeinsam mit Partnern der Pharmaallianz Excellence United betrieben wird. Im Falle einer Störung können die insgesamt über 600 Servicetechniker per SSL-geschütztem Remotezugang schnell eine Lösung finden.
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