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Flanschdichtungen

So werden Probleme beim Einbau von Flanschdichtungen vermieden

| Redakteur: Kristin Breunig

Die Infografik hilft, Probleme beim Einbau von Flanschdichtungen zu vermeiden.
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Die Infografik hilft, Probleme beim Einbau von Flanschdichtungen zu vermeiden. (Bild: VTH Verband Technischer Handel e.V., www.vth-verband.de/dichtungstechnik | Grafik: Thoma+Schekorr)

Die fachgerechte Montage ist entscheidend für Funktion und Lebensdauer einer Dichtung. So manche Tücken sind jedoch für Fehler verantwortlich. Der VTH Verband Technischer Handel. hat eine passende Infografik entwickelt, um Probleme beim Einbau von Flanschdichtungen zu verhindern.

Flanschdichtungen verbinden zwei Bauteile absolut dicht miteinander und können bei Bedarf wieder gelöst werden. Laut einer VTH-Umfragen ist in neun von zehn Fällen eine fehlerhafte oder unzureichende Montage jedoch der Grund für Probleme mit Flanschdichtungen.

Um diesen Problemen vorzubeugen hat der VTH nun ein Grundschema zur Montage entwickelt.

  • 1. Auswahl der passenden Komponenten (z.B. Flanschform, Dichtungsmaterial, Schrauben bzw. Bolzen, Muttern, Unterlegscheiben) in Abhängigkeit der Anwendung und Betriebsbedingungen (Druck, Temperatur, Medium usw.)
  • 2. Reinigen und Prüfen aller Komponenten (Schrauben, Muttern, Dichtungen usw. nicht mehrfach verwenden)
  • 3. Schmieren der Schrauben und Muttern
  • 4. Flansche parallel ausrichten
  • 5. Einlegen der Dichtung (keine zusätzlichen Dichthilfsmittel verwenden)
  • 6. Verschraubung durch Anziehen der Muttern (stets kreuzweise in mehreren Durchgängen und mit Drehmomentschlüssel bis zur erforderlichen Flächenpressung)

Systembetrachtung des gesamten Dichtsystems

Falsch montierte Flanschverbindungen sorgen für die meisten Probleme, dabei ist stets eine Systembetrachtung des gesamten Dichtsystems durchzuführen:

Faktor Schrauben: Verbindungselemente, die unzureichend angezogen sind, verursachen laut den Dichtungsexperten die meisten Ausfälle von Dichtungen. Ursachen sind falscher Einbau; Versagen der Verbindungselemente; Selbstlösung der Schraubelemente und Ermüden bzw. zeitabhängige Relaxation.

Verbindungselemente, die zu fest angezogen sind, können zum Versagen der Dichtstelle führen, weil die übermäßige Kraftausübung dafür sorgt, dass die Dichtungsstruktur zerstört wird, Spannungskorrosion gefördert wird oder erhöhte Materialermüdung eintritt.

Ein Versagen der Verbindungselemente tritt immer dann auf, wenn die angewendete Kraft die Belastbarkeit der Schraube übersteigt. Typische Gründe sind Schrauben, die nicht den Konstruktionsspezifikationen entsprechen; Überbeanspruchung während der Montage; Korrosion; Spannungsrisskorrosion oder Ermüdung.

Faktor Dichtung: Flachdichtungen können aus mehreren Gründen zum Versagen der Dichtstelle führen. Besonders häufige Gründe sind:

  • die Auswahl eines falschen Dichtungsmaterials für die vorliegenden Anwendungsbedingungen
  • besonders bei Weichstoffdichtungen die Auswahl der falschen Dichtungsdicke
  • das Überschreiten der normalen Betriebsbedingungen (Temperatur. Medium, Druck etc.)
  • Dichtungen, die entweder bei der Lagerung, der Handhabung oder der Installation beschädigt oder zerstört wurden
  • zeitabhängige Schädigung
  • Wiederverwendung einer gebrauchten Dichtung
  • das Nachziehen von Verbindungselementen, obwohl die Dichtung bereits erhöhten Temperaturen ausgesetzt war.

Faktor Flansche: Flansche sind als Fehlerquelle eher selten. Folgende Dinge sind auszuschließen:

  • beschädigte oder verschmutzte Flanschoberflächen
  • deformierte Flansche
  • nicht parallele Flanschflächen
  • seitlicher Flanschversatz und Korrosion

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