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Effiziente Verfahren

So gelingt die effiziente Nutzung von Raffinerierückständen

| Autor/ Redakteur: Dr. Rolf Gambert* / Dominik Stephan

Rückstände aus Raffinerien werden aufgrund schärferer Umweltauflagen ein immer brisanteres Thema – Eine Kombination des Solvent-Deasphalting-Verfahrens mit der Biturox-Technologie verspricht jetzt eine nachhaltige Lösung der Rückstandsproblematik.

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Propanentasphaltierungsanlage (PDA), H&R Ölwerke Schindler, Hamburg, Deutschland
Propanentasphaltierungsanlage (PDA), H&R Ölwerke Schindler, Hamburg, Deutschland
(Bild: EDL)

In Kraftstoff- und Schmierstoffraffinerien rückt die Aufarbeitung der schweren Rückstände in den Blickpunkt: Da schwefelarme und leicht zu verarbeitende Rohöle stetig teurer werden, steigt das Interesse an schwereren Rohölen.

Preislich günstiger, erfordern sie jedoch eine wesentlich aufwändigere Verarbeitung und produzieren zusätzliche Rückstände mit hoher Schadstoffbeladung. Nachdem nun auch die Gesetzesbestimmungen für Bunkeröle auf nur noch 0,1 Prozent Schwefelgehalt verschärft wurden, suchen Raffinerien wirtschaftliche Auswege aus dieser Problematik.

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Das Beste zweier Welten

Dabei hat die Kombination zweier bewährter Verfahren, des Solvent Deasphalting (SDA) und der Bitumenherstellung, das Potenzial, die Rückstandsproblematik zu lösen. Stimmt man das SDA-Verfahren auf die Herstellung von bitumenfähigen Einsätzen ab, können die schweren Rückstände – insbesondere die Vakuumrückstände – komplett in verkaufsfähige Produkte aufgearbeitet werden.

Dabei werden diese im Extraktionsverfahren mit Lösungsmitteln wie Propan, Butan oder Pentan bei unter- oder überkritischen Bedingungen in ein DAO (Deasphalted Oil) und einen Pitch (Asphalt) aufgetrennt. In der Kraftstoffraffinerie kann das DAO anschließend zu wertvollen Benzin-, Diesel- und Heizölkomponenten und in der Schmierstoffraffinerie zur Herstellung von Schmierölen verarbeitet werden.

Vom Pitch zum Bitumen

Der Pitch wird unter Zumischung von aromatischen Ölen durch einen Blasprozess (dem Biturox-Verfahren) zu Bitumenprodukten verarbeitet, wobei die Schadstoffe witterungsbeständig eingeschlossen werden.

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