Suchen

Eine Marke der PROCESS Gruppe

Pharmawasser So behalten Sie die Wasserkosten im Griff

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Wie bekommt man die Betriebskosten einer Pharmawasseranlage in den Griff? Die Experten von Werner Wasser setzen auf eine zusätzliche Konzentratstufe und Modularisierung.

Firmen zum Thema

Das modulare PW-System macht den Betreiber flexibel.
Das modulare PW-System macht den Betreiber flexibel.
(Bild: Werner )

In nahezu allen Bereichen der pharmazeutischen Industrie wird Pharmawasser (PW oder HPW) in unterschiedlichen Mengen benötigt. Der Tagesbedarf schwankt je nach Unternehmensgröße, Produktionskapazitäten und Prozessführungen zwischen wenigen 100 Litern bis zu 100 000 Litern und mehr. Moderne Pharmawassersysteme basieren ausschließlich auf dem Membrantrennverfahren der Reverse Osmose.

Hier wird das Lösungsmittel Wasser über eine semipermeable (halbdurchlässige) Membran aus dem vorbehandeltem Trinkwasser entzogen. Dieser Prozess führt zu einer bis zu zehn-fachen Aufkonzentration aller Wasserinhaltsstoffe vor der RO Membran. Bei einer unzureichenden Vorbehandlung (i.d.R. Enthärtung und Filtration < 5 µm) erzeugt diese Aufkonzentration sogar eine Verblockung der Membran durch das so genannte Scaling.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 8 Bildern

Viele Jahre wurden Reverse-Osmose-Anlagen aus diesem Grund mit maximal 75 % Ausbeute (Verhältnis Permeat:Konzentrat) betrieben. Mit den meisten Trinkwasserqualitäten in Deutschland kann die Ausbeute aber auch bis 80 oder sogar 85 % gesteigert werden. Wird der Lebenszyklus eines pharmazeutischen Wassersystems hinsichtlich der Betriebskosten genauer untersucht, stellt sich schnell heraus, dass die laufenden Kosten je Kubikmeter Pharmawasser maßgeblich durch das eingespeiste Trinkwasser gebildet werden (in vielen Fällen bis zu 70 % je Kubikmeter Purified Water).

Die Kostenanalyse bringt es an den Tag

Aus diesem Grund setzt Werner nach einer detaillierten Betriebskostenanalyse bereits in der Budgetierungsphase immer öfter auf eine zusätzliche Konzentratstufe (nachgelagertes Membrantrennverfahren), um die Ausbeute der Reverse Osmose je nach Trinkwasserqualität auf 90 oder sogar 95 % zu erhöhen.

In einem kürzlich realisiertem Projekt (6 m3/h Purified Water) wurden somit unter Berücksichtigung der zusätzlichen Investitionskosten bei einer Abschreibungsdauer der Gesamtanlage von zehn Jahren über den Lebenszyklus bei einem aktuellen Trinkwasserpreis von 4,20 Euro/m3 fast 80 000 Euro eingespart.

Aber auch die Größe von Was-seranlagen bietet einen nicht zu unterschätzenden Hebel. „Wasser-aufbereitungs- und Verteilanlagen sollten so ausgelegt, konstruiert und gewartet werden, dass Wasser von geeigneter Qualität zuverlässig erzeugt wird. Sie sollten nicht über die vorgesehene Kapazität hinaus betrieben werden“ (EG-GMP-Leitfaden (2010), Annex 1 Herstellung steriler Arzneimittel).

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 43364698)