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GuD-Kraftwerk

Siemens mit Bau von Industriekraftwerk im Chemiepark Marl beauftragt

| Redakteur: Alexander Stark

Siemens wird im Chemiepark Marl in Nordrhein-Westfalen ein Gas- und Dampfturbinen(GuD)-Kraftwerk schlüsselfertig errichten. Auftraggeber ist der Spezialchemiekonzern Evonik. Das neue Industriekraftwerk wird aus zwei Kraftwerksblöcken mit einer elektrischen Leistung von je 90 Megawatt bestehen und neben Strom auch Prozessdampf für den Chemiepark produzieren.

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Das neue Gas- und Dampfturbinen(GuD)-Kraftwerk, das im Chemiepark Marl in Nordrhein-Westfalen entstehen wird, wird aus zwei Blöcken mit einer elektrischen Leistung von je 90 Megawatt bestehen.
Das neue Gas- und Dampfturbinen(GuD)-Kraftwerk, das im Chemiepark Marl in Nordrhein-Westfalen entstehen wird, wird aus zwei Blöcken mit einer elektrischen Leistung von je 90 Megawatt bestehen.
(Bild: Siemens)

Marl; Erlangen – Evonik ersetzt mit einem neuen GuD-Kraftwerk sein letztes Kohlekraftwerk im Chemiepark Marl. Durch die Produktion von Strom, Prozessdampf und Fernwärme aus Erdgas soll das Unternehmen künftig bis zu eine Million Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr einsparen können. Der Baubeginn ist noch für 2019 geplant. Voraussichtlich im Jahr 2022 soll das Kraftwerk in Betrieb gehen.

Der Lieferumfang von Siemens umfasst neben der schlüsselfertigen Errichtung zweier identischer Kraftwerksblöcke je eine Industriegasturbine sowie je eine Industriedampfturbine. Hinzu kommen Generatoren, Hilfssysteme und das Leittechniksystem.

Buchtipp „Heat Transfer Technique“Das etablierte Standardwerk „Heat Transfer Technique“ vermittelt nicht nur ausführlich die Grundlagen der Wärmeträgertechnik, sondern stellt auch aktuelle Technologien und Verfahren, Vorschriften und Standards vor. Thematisch wird das Buch durch eine umfangreiche Stoffdatensammlung sowie durch eine Vielzahl an Anwendungsberichten aus der Praxis abgerundet.

Der Anlagenbauer wird im Rahmen eines Langzeitservicevertrags für beide Gasturbinen vorbeugende Wartungsarbeiten für einen Zeitraum von 15 Jahren übernehmen. Der Servicevertrag beinhaltet zudem Remote Diagnostic Services für die tägliche Anlagenüberwachung und monatliche Auswertungen der Betriebsdaten. Durch diese digitalen Services soll eine hohe Verfügbarkeit der Anlage sichergestellt werden.

Durch den Einsatz spezieller Abhitzedampferzeuger und Katalysatoren lässt sich die Anlage neben Erdgas auch mit regasifiziertem Flüssiggas (LNG) und verschiedenen anderen Gasen, wie Restgasen aus Produktionsprozessen, betreiben. Jeder Kraftwerksblock kann neben Strom bis zu 220 Tonnen Prozessdampf pro Stunde produzieren.

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