Biomasse-Verbrennung Sichere Lagerung von großen Mengen fester Biomasse-Brennstoffe

Autor / Redakteur: Jaap P.J. Ruijgrok, Richard Spaargaren, Bernhard Holtrop / Wolfgang Geisler

Biomasse wird vielerorts als Energiequelle zur Strom- und Wärmeerzeugung eingesetzt. Aufgrund der stetig wachsenden Mengen, die in den kommenden Jahren zu verarbeiten sein werden, gibt es ein immer stärkeres Interesse an Lösungen für die Lagerung großer Mengen. Mammut-Silos bieten bis zu 100 000 Kubikmeter Lagervolumen.

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Holzpellets sind der weitest verbreitete Brennstoff aus Biomasse
Holzpellets sind der weitest verbreitete Brennstoff aus Biomasse
(Bild: ESI Eurosilo)

Aufgrund ökologischer wie auch ökonomischer Aspekte ist bei der Energieerzeugung ein außerordentlicher Anstieg beim Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen zu erwarten. Biomasse ist organischen Ursprungs und gilt daher als erneuerbarer und CO2-neutraler Energieträger. In Kraftwerken wird Biomasse derzeit zunehmend als Zuschlag- wie auch als alleiniger Brennstoff verwendet. Die gängigste Methode ist das Mitverbrennen von Biomasse in Kohlenstaubfeuerungsanlagen, während Holzpellets die am häufigsten verwendete Art von Biomasse sind. Da mit einem Anstieg des Holzpelleteinsatzes um mindestens das Zehnfache zu rechnen ist, muss die Logistik innerhalb der Versorgungskette in der Lage sein, riesige, bisher so noch nie gesehene Mengen zu bewältigen. Zudem werden sich vermehrt Ungleichgewichte zwischen Produktion und Nachfrage einstellen, was einen erheblichen Anstieg der Transport- und Lagermengen mit sich bringen wird. Eine angemessene Lösung der Lagerungsfrage hängt von verschiedenen Schlüsselfaktoren ab, so beispielsweise Kapazitätsbedarf, Materialeigenschaften, lokale Gegebenheiten, Umwelt- und Sicherheitsvorschriften.

Der Markt für Holzpellets in Europa

Der europäische Holzpellet-Markt ist durch eine sehr lebhafte, vielversprechende Entwicklung gekennzeichnet. Innerhalb der nächsten zehn Jahre werden sich Holzpellets in Europa als wichtigster Bio-Brennstoff durchsetzen. Die von der EU für das Jahr 2020 vorgegebenen Ziele für den Einsatz erneuerbarer Energien und die Reduktion der Treibhausgasemissionen sind die Hauptantriebskräfte für diese Entwicklung. Im Jahr 2009 produzierten in Europa um die 650 Pelletanlagen über zehn Millionen Tonnen Pellets. Bis zum Jahr 2020 wird die Nachfrage nach Holzpellets laut den Marktprognosen für Pellets im Energiesektor auf jährlich 100 bis 140 Millionen Tonnen ansteigen, was gravierende Auswirkungen auf Lagerung, Umschlag und Transport haben wird.

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