Schmierstoffe Schmierstoffmanagement im Reinraum

Autor / Redakteur: Helga Thomas, Dr. Wolfgang Sammer / Anke Geipel-Kern

Selbst wenn sie aufgrund geschlossener, automatisierter Systeme nicht sichtbar sind: Auch in Pharmaproduktionsanlagen, die unter Reinraumbedingungen fertigen, befinden sich Lager, Getriebe, Führungsschienen sowie andere mechanische und elektromechanische Komponenten, die unter tribologischer Belastung Partikel generieren. Schmierstoffe müssen auf die besonderen Bedingungen der Reinraumproduktion zugeschnitten sein und solche Emissionen reduzieren können.

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Die Entstehung von Partikeln in Produktionsanlagen sollte immer ganzheitlich betrachtet werden. Letztendlich kann sie auf zwei Hauptursachen zurückgeführt werden: Auf die Bildung von Verschleißpartikeln sowie auf Ausgasungen. Ausgasungen können z.B. aus Schmierstoffen kommen und dann im Prozessbereich kondensieren. Eine Optimierung des Schmierstoffmanagements kann der Partikelentstehung entgegen wirken.

Schmierstoffe, die unter Reinraumbedingungen genutzt werden sollen, müssen zunächst die ganz grundsätzlichen Anforderungen erfüllen, also sehr gute Schmierwirkung und hohen Verschleißschutz bieten, eine lange Gebrauchsdauer haben, lange Nachschmierintervalle ermöglichen sowie gegebenenfalls gut mit Kunststoffen verträglich sein. Eine Folge unzureichender oder ungeeigneter Schmierung sind beispielsweise erhöhte Reibwerte und ein schneller Verschleiß der Bauteile. Dies ist prinzipiell unerwünscht, und im Reinraum kommt erschwerend hinzu, dass die winzigen Verschleißpartikel die Raumluft verunreinigen. Durch die Wahl eines passenden, leistungsstarken Schmierstoffs kann die Materialabnutzung der Reibpartner verringert und die Anzahl der freiwerdenden Verschleißpartikel deutlich reduziert werden.

Schmierstoffe auf Basis perfluorierter Polyetheröle und PTFE eignen sich für Reinraumanwendungen besonders gut. Sie bieten auch dann guten Verschleißschutz, wenn es sich um die Schmierung sensibler Kunststoffreibpartner handelt, da eine gute Verträglichkeit gegenüber Kunststoffen gegeben ist. Zudem sind sie chemisch beständig gegen die zur Sterilisation in Reinräumen eingesetzten Methoden wie Heißdampf bei 121 °C, Wasserstoffperoxidlösungen, Ozon und UV-Licht.

Prüfungen beruhigen

Ein ganz wesentliches Kriterium für die Verwendung eines Schmierstoffs in Reinräumen sind möglichst niedrige Ausgasungswerte. Ausgasungen werden bei der Partikelmessung zur Bestimmung der Reinraumklasse zwar nicht erfasst, die sich da-raus bildenden Kondensate jedoch schon. Klüber Lubrication ist es mit der Produktreihe Barrierta gelungen, Schmierstoffe zu entwickeln, die sich durch besonders niedrige Ausgasungswerte, auch unter höheren Temperaturen, auszeichnen.

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