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Maßgeschneiderter Atex-Schaltschrank

Schaltschrank in Größe XXL beherbergt mehr Automation und spart so Platz

| Autor/ Redakteur: Heiko Kurtz / Tobias Hüser

Wenn in explosionsgefährdeten Bereichen der Platz knapp wird, ist für die Automatisierungstechnik eine ganz besondere Lösung gefragt. In einer neuen Produktionsanlage von Schill & Seilacher Chemie hat Bürkert deshalb Ventilinseln und Remote I/O-Systeme in maßgefertigten Schaltschränken untergebracht, die eine Nummer größer ausfallen – und dabei trotzdem Platz sparen.

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Im ersten Teilabschnitt der neuen Produktionsanlagen von Schill & Seilacher Chemie kamen nur Einzelschränke mit einzeiligem Aufbau zum Einsatz.
Im ersten Teilabschnitt der neuen Produktionsanlagen von Schill & Seilacher Chemie kamen nur Einzelschränke mit einzeiligem Aufbau zum Einsatz.
(Bild: Bürkert)

Das Engagement in den Forschungsabteilungen von Schill & Seilacher Chemie hat sich ausgezahlt – am Firmenstandort in Pirna produziert das Unternehmen nicht nur Silicone-Additive, sondern entwickelt auch neue und spezielle Produkte. Diese Strategie hat sich als erfolgreich erwiesen und im stetigen Ausbau des sächsischen Standortes manifestiert:

Vor Kurzem wurde nach einer insgesamt vierjährigen Bauphase eine Werks-erweiterung abgeschlossen. In zwei Bauabschnitten entstanden mehrere Rührwerksbehälter mit Nebenanlagen, um noch mehr industrielle Prozessadditive für PUR-Weich- und Hartschäume herzustellen.

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Kombinierte Lösung

In den Jahren 2009 und 2010 packte das Unternehmen den ersten Teilabschnitt der neuen Anlagen an. M+W Process Automation war dabei für die Planung des Prozessleitsystems Siemens PCS7 mit Simatic Batch zuständig. Bei der Steuerungs- und Regeltechnik entschied man sich für eine kombinierte Lösung aus dem Siemens-ET200iSP-Remote-I/O-System und der integrierten Ventilinsel Airline Ex Typ 8650 von Bürkert.

„Bürkert bietet ausgereifte und bewährte Produktefür explosionsgefährdete Umgebungen in Zone 1. Zudem lassen sich die Ventilinseln mit den Siemens-Komponenten kombinieren“, erklärt Marko Schmoger, Projektingenieur bei M+W. Diese Lösung sorgt in Zone 1/21 in einem Schaltschrank der Schutzart „e“ für erhöhte Sicherheit. In Pirna steuert sie die Armaturen der teilautomatisierten Batch-Prozesse und bündelt über eine Busverbindung den Signalaustausch zwischen Anlage und Prozessleitsystem.

Vor dem Beginn des zweiten Bauabschnittes im Jahr 2012 erfolgte eine gemeinsame Begehung der bestehenden Anlagen. Bürkert sollte für die geplanten zwei zusätzlichen Produktionseinheiten erneut seine kombinierten Ventilinseln liefern, mit denen die Silicone-Additiv-Experten in den vergangenen Jahren durchweg positive Erfahrungen gemacht hatten.

Auch bei den Schaltschränken wollte man den gleichen Weg beschreiten wie in der ersten Bauphase: ein einzeiliger Aufbau mit jeweils einer Remote-I/O-Station und einer Ventilinsel. Den Fachleuten fielen jedoch die beengten räumlichen Verhältnisse auf – und sie hatten eine Idee, wie sich dieser Zustand durch eine Bündelung der Geräte in einem größeren Schaltschrank verbessern ließe.

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