Bau von Wirbelschichttrocknungsanlagen RWE Power gewinnt Uhde Services als weiteren Partner

Redakteur: Gabriele Ilg

RWE Power und Uhde Services haben einen Rahmenvertrag zur Nutzung der Technik zur Vortrocknung von Braunkohle unterzeichnet. Damit wird Uhde Services neben der Linde KCA Dresden der zweite Anbieter und Lieferant für die von RWE Power entwickelte WTA-Technologie. WTA steht für Wirbelschichttrocknung mit interner Abwärmenutzung.

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Dr. Johannes Heithoff, Leiter Forschung und Entwicklung (Bild: RWE Power)
Dr. Johannes Heithoff, Leiter Forschung und Entwicklung (Bild: RWE Power)

Essen, Köln – „Wir freuen uns, mit Uhde Services einen renommierten Partner gewonnen zu haben, der über umfangreiche Erfahrung in der Kohleaufbereitungstechnik und über internationales Know-how zur Errichtung von chemischen Anlagen sowie Kohlevergasungsanlagen verfügt. Dies ist ein wichtiger Schritt für die weltweite Vermarktung unserer in Niederaußem entwickelten WTATechnik“, betont Dr. Johannes Heithoff, Leiter Forschung und Entwicklung bei RWE Power. Und weiter: „Diese Technik soll zukünftig in Braunkohlenkraftwerken sowie für Kohlevergasungs- und -verflüssigungsprojekte eingesetzt werden. Strom aber auch Synthesegas können mit dem WTA-Verfahren energieeffizienter bei deutlich reduzierten CO2-Emissionen gewonnen werden.“

„Uhde Services freut sich über die langfristige Partnerschaft mit RWE. Die Bündelung von Erfahrung und Expertise beider Unternehmen macht es in Zukunft möglich, noch bessere, auf den Kunden maßgeschneiderte großindustrielle Lösungen zur klimafreundlicheren CO2-Reduzierung anzubieten“, sagt Dr. Dirk Sunderer, Geschäftsführer von Uhde Services. Die Dienstleistungsschwerpunkte von Uhde Services liegen in der Hütten- und Kraftwerkstechnik, der Mineralölverarbeitung, sowie der chemischen und petrochemischen Industrie. Uhde Services entwickelt weltweit individuelle Konzepte – z.B. zur Modernisierung und Produktionssteigerung, zur Wartung und Instandhaltung, zum Einhalten von Umweltstandards und zur größeren Kosten- und Leistungseffizienz von Industrieanlagen.

Die von eigenen Ingenieuren entwickelte WTA-Technik ist durch 19 internationale Patente geschützt. Durch die WTA kann der Wirkungsgrad künftiger Braunkohlenkraftwerke um rund zehn Prozent auf mehr als 47 Prozent gesteigert werden. Bei gleicher Stromproduktion wird dadurch eine CO2-Reduktion bei einem modernen Kraftwerk mit 1000 Megawatt Leistung von mehreren 100 000 Tonnen pro Jahr möglich. Unabdingbar ist die WTA-Trocknung zudem für eine Vergasung von Braunkohle, um Treibstoffe oder Produkte der chemischen Industrie herzustellen. Mit der Technologie wird der Wassergehalt der Rohbraunkohle von mehr als 55 Prozent auf rund zwölf Prozent gesenkt. Der entscheidende Vorteil: Im Gegensatz zum bisherigen Trocknungsprozess mit 1000 Grad Celsius heißem Rauchgas erfolgt die Trocknung in der WTA bei einer Temperatur von 110 Grad energetisch deutlich günstiger. Außerdem wird die für die Trocknung der Kohle aufgewandte Wärme jetzt weitgehend zurückgewonnen und weiter genutzt.

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