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FCC-Anlage: Logistische Meisterleistung
Auf den Anlagenstraßen der Raffinerie waren viele Rohrbrückenkreuzungen zu queren, die für den Transport der überdimensionalen Regeneratorteile (16 m Länge mit bis zu 9,5 m Durchmesser) zu niedrig waren. Um ein aufwändiges Überheben zu vermeiden, wurden zwei Rohrtrassen kurzerhand überbaut. Nach zwei Monaten Bauzeit und dem Verbauen von 100 m³ Beton und 1400 m³ Schottergemisch wurden die vier Regeneratorteile mit Einzelgewichten bis zu 270 t über die temporären Überfahrbrücken gefahren. Die Höhe der Überfahrt betrug 2,2 m und war ein beeindruckendes Bauwerk, welches im Anschluss wieder zurückgebaut wurde.
Die komplette Regeneratorsektion wurde, aufgeteilt in fünf Schwerhübe, innerhalb von acht Tagen demontiert und auch die komplette Peripherie zurückgebaut. Dazu wurden u.a. die zertrennten Regeneratorober- und -unterteile ausgehoben, auf provisorischen Fundamenten abgesetzt, der vorhandene Stahlbetontisch geschnitten, in zwei Teilen ausgehoben und abtransportiert. Beeindruckend die Gewichte, die zu bewegen waren: Oberteil 219 t, Unterteil 230 t, Stahlbetontisch zweiteilig 225 t + 207 t.
Die Remontage der neuen Regeneratorsektion erfolgte in vier Teilen. Um den ehrgeizigen Terminplan umzusetzen, wurde der als Modul vormontierte Regeneratortisch (16,5 x 11,5 x 9,2 m, Gewicht 168 t) inklusive einer bereits zu 80% fertiggestellten Rohrleitungsmontage von dem 1800 t Hauptkran in die Anlage eingehoben. Im Anschluss wurden die neuen ebenfalls predressed Regeneratormontageteile (Unterteil 290 t, Oberteil 370 t) eingehoben und die Peripherie komplettiert.
Eine der größten Schwierigkeiten bei den De- und Montagen der geometrisch großen Teile stellten die geringen Platzverhältnisse dar. Diese konnten nur durch die im Vorfeld durchgeplante genaue Abfolge des Hebens, des Abstellens und Verfahrens der Alt- und Neuteile im Zusammenspiel mit den gewichtsabhängigen Kranumbauten gemeistert werden.
Mit einem 95%-igen Vorfertigungsgrad aller Rohrleitungen, E- und EMS-Einrichtungen wurde das Wärmetauschermodul (10 x 10 x 5,6 m, Gewicht 80 t) als fertiges Stahlbaumodul in die Anlage gehoben und angeschlossen.
So konnte der Kunde pünktlich am 24.04.2016 die Protokolle zur mechanischen Fertigstellung der Projekte „Ersatz Regenerator“ und „LCO Recovery“ der FCC-Anlage unterzeichnen.
Nach Abschluss der Engineering- und Beschaffungsetappe wurde am 01.06.2015 die Baustelle für die Rohöl 1-Anlage eröffnet: die heiße Phase begann. Lesen Sie weiter ...
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