Gummi Recycling-Verfahren für Gummiabfälle

Redakteur: Sonja Beyer

Was tun mit Gummiabfällen, die z.B. bei der Herstellung von Dichtungen in großen Mengen anfallen? Ein Projekt will diese Frage beantworten und ein Recyclingverfahren entwickeln.

Anbieter zum Thema

Ein neues Recyclingverfahren für Gummi auf Kautschukbasis im Blick (v.l.): Prof. Dr. May-Britt Kallenrode und Prof. Dr. Uwe Beginn (beide Universität Osnabrück), DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde und Siegfried Meyer, Geschäftsführer der Firma M.D.S. Meyer (Bakum). (Bild: Elena Scholz/Universität Osnabrück)
Ein neues Recyclingverfahren für Gummi auf Kautschukbasis im Blick (v.l.): Prof. Dr. May-Britt Kallenrode und Prof. Dr. Uwe Beginn (beide Universität Osnabrück), DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde und Siegfried Meyer, Geschäftsführer der Firma M.D.S. Meyer (Bakum). (Bild: Elena Scholz/Universität Osnabrück)

Osnabrück, Bakum – Ein Verfahren zum Recycling kautschukähnlicher Kunststoffe soll am Ende des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projekts stehen, an dem derzeit der Dichtungshersteller M.D.S. Meyer und das Institut für Organische Materialchemie der Universität Osnabrück arbeiten.

Für Dichtungen und andere technische Anwendungen wird oft Gummi auf Basis eines kautschukähnlichen Kunststoffs eingesetzt. Doch bei der Herstellung entsteht viel Abfall – je nach Verfahren bis zu 50 Prozent. Diese Angüsse, Beschnitte und Stanzreste lassen sich bisher nicht befriedigend recyceln und taugten bislang häufig nur zur Verbrennung, z.B. zur Wärmegewinnung. Manche andere Technologien führten zur Havarie, da feines Gummimehl zur Selbstentzündung neige, wie Prof. Dr. Uwe Beginn von der Universität Osnabrück erklärt. „Wir wollen die technische Anwendungsreife des Verfahrens erreichen. Dann können die Abfälle sortenrein und sehr energie- und ressourceneffizient in die Produktion zurückgeführt werden“, erläutert Beginn das Projektziel. Dabei könne auch vollständig auf umweltschädigende Lösungsmittel verzichtet werden, weil man auf alternative Verfahren setze.

(ID:26741820)