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Desinfektionsmittel Produktion für hypochlorige Säure soll neues Zeitalter der Desinfektion einleiten

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Mit der hypochlorigen Säure PUR-HOCL will IHR in ein neues Zeitalter der Desinfektion starten. Das Desinfektionsmittel soll vollständig chloratfrei sein und weder umweltschädliche noch gesundheitsschädliche Stoffe enthalten. Es bekämpft wirkungsvoll Viren, Bakterien, schädliche Pilze und Biofilm. Das Start-up hat jetzt ein erstes Werk in Obernburg für die Produktion der Säure eröffnet.

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PUR-HOCL – eine Allzweckwaffe im Kampf gegen Viren und Bakterien, Pilze und Sporen, ohne die üblichen Nebenwirkungen.
PUR-HOCL – eine Allzweckwaffe im Kampf gegen Viren und Bakterien, Pilze und Sporen, ohne die üblichen Nebenwirkungen.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Groß-Umstadt – Die hypochlorige Säure PUR-HOCL desinfiziert Oberflächen sowie Wasser und macht Lebensmittel länger haltbar. Es tötet krankmachende Keime zuverlässig ab, kann mit geringen Umbaukosten in bestehenden Anlagen verwendet werden und ist langfristig kostengünstiger, da nicht korrosiv — so sollen Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen an Rohren und Dichtungen deutlich verringert werden.

Krankmachende Keime, wie z.B. das Clostridium difficile Typ 26, werden binnen 15 Sekunden abgewehrt. Das Desinfektionsmittel ist nach der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 weder als hautirritierend noch als augenreizend eingestuft. Die Haltbarkeit von Obst, Gemüse und Kräutern kann mit der Säure verlängert werden. Durch das Abtöten von Schimmelpilzen und Sporen wird Fäulnis und Schimmelbildung deutlich hinausgezögert, das Mindesthaltbarkeitsdatum verlängert. Zudem soll es möglich vollkommen neuer Antibiotika zur Bekämpfung multiresistenter Keime zu entwickeln.

Hypochlorige Säure ist ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Immunsystem. Sie wird in den weißen Blutkörperchen gebildet, bekämpft Viren und Bakterien im Körper, indem sie deren DNA zerstört und lässt dadurch keine Resistenzen zu. Seitdem die Bedeutung dieser Substanz bekannt ist, wurde versucht, sie einzeln und rein, in großen Mengen herzustellen – laut IHR bislang ohne großen Erfolg. Durch das Start-up-Unternehmen soll sich das jetzt ändern.

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