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...das Personalverhältnis und -qualität der zwei unterschiedlichen Ansätze, ob eine Festverrohrung „alter“ Vorgehensweise Personal besserer Ausbildung benötige oder ob auch die „neue“ Methode nicht ihre Fallstricke beinhalte. Der gemeinsame Nenner lautete, dass die Qualifikation der Mitarbeiter im Wesentlichen gleich sein müsse, in jedem Fall aber die Disposables-Technik schneller, einfacher, risikoärmer und weniger komplex sei.
Fast-Track-Strategien für Planung und Ausführung von Bio-Prozessanlagen
Die nachfolgenden Referenten wie Bernd Müller, Gruppenleiter Prozesstechnik Bioprozessanlagen bei LSMW, beleuchteten das Thema noch stärker von der Seite der Anlagenbauer und Komponentenlieferanten. So zeigte Müller „Fast-Track-Strategien für Planung und Ausführung von Bio-Prozessanlagen“ auf. „Die Haupteinflüsse auf das Anlagendesign sind die Gebäudeorganisation und Flexibilität. So gilt es Entscheidungen zu fällen wie Single Suite oder Multiple Suites; Single Corridor oder multiple Corridor?; Reinraum oder CNC?; Mobil oder fest installiert?, Single Use oder rostfreier Stahl?“, wie Müller die wichtigsten zu stellenden Fragen formuliert.
Viele Antworten ergeben sich schnell, wie beim Einflussfaktor Equipment: Viele anspruchsvolle Behälter aus hochwertigen Stählen benötigen sehr lange Beschaffungszeiten, die mit höherer Komplexität der Behälter noch einmal steigen. Zum Thema Disposables merkt er jedoch auch kritische Aspekte an: so sei es nicht zu empfehlen, Zellkulturen zu lange in den Kunststoff-Bags zu lagern.
Egal bei welcher Art von Projekt ist, wie Müller es nennt, das richtige „Behörden-Engineering“ wichtig, um ein Projekt sicher entlang des „kritischen Pfades“ zu steuern.
Insgesamt zählt Müller aus seiner Erfahrung folgende Einflussfaktoren für ein erfolgreiches Projekt auf:
- effizienter Designprozess
- rechtzeitige Beschaffung von „Long Lead Items“
- präzise Formulierung der Bestellungen (insbesondere Dienstleistungen, Dokumentation und Schnittstellen)
- parallele Ausführung von Planung und Realisierung
- effizientes Behördenmanagement
- effizienter Realisierungsablauf
- Projekt-Management-Methodik
- Qualifikation, integriert in die Routine-Planung
Wobei Müller den letzten Punkt betont und Wert legt auf die Feststellung, dass
„eine nicht qualifizierte Anlage ist nichts wert ist.“
Tipps die Zeit und Aufwand sparen
Als Vertreter des Veranstalters Festo gibt Alexander Riek Tipps, wie sich auch mit kleinen Maßnahmen durchaus Zeit und Aufwand sparen lässt. „Es finden sich bei vielen Herstellern kleine hilfreiche Tools wie Online-Kataloge oder Produktkonfiguratoren, aber sie werden zu selten effektiv genutzt.“ Dabei zeige sich, so Riek weiter, der Nutzen solcher von Anbietern bereitgestellter Software häufig erst im laufenden Betrieb.
Damit der Betrieb auch von häufig als Energielieferant eingesetzten Druckluftanlagen reibungslos funktioniert, empfiehlt Riek diverse Diagnosefunktionen und die Durchführung vorbeugender Wartung. In diesem Zusammenhang bieten viele Firmen einen Error Stack in ihren Geräten an, mit dessen Hilfe Fehlfunktion festgehalten und ausgewertet werden können. Bei steigender Fehlerhäufigkeit einzelner Komponenten könne dann ein rechtzeitiger Austausch initiiert werden.
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