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Reduktion von CO2-Emissionen Nouryon setzt auf Biodampf am Salzgewinnungswerk in den Niederlanden

| Redakteur: Alexander Stark

Durch den Einsatz von Biodampf am Salzgewinnungswerk in Hengelo, Niederlande, beabsichtigt Nouryon seine Produktion nachhaltiger zu gestalten und seine CO2-Emissionen zu senken. Der Biodampf wird vom Abfallverarbeitungsunternehmen Twence produziert und soll es dem Abnehmer ermöglichen, seine CO2-Emissionen um jährlich bis zu 50.000 Tonnen zu senken.

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Der Biodampf, der vom Abfallverwertungsunternehmen Twence produziert wird, erlaubt es Nouryon, seinen CO2-Ausstoß um bis zu 50.000 Tonnen pro Jahr zu reduzieren, was etwa 400 Millionen Autokilometern entspricht.
Der Biodampf, der vom Abfallverwertungsunternehmen Twence produziert wird, erlaubt es Nouryon, seinen CO2-Ausstoß um bis zu 50.000 Tonnen pro Jahr zu reduzieren, was etwa 400 Millionen Autokilometern entspricht.
(Bild: Nouryon)

Henglo/Niederlande – Die Vereinbarung sei ein weiterer Schritt in Richtung grünere Prozesse und Produkte, so Knut Schwalenberg, Managing Director Industrial Chemicals von Nouryon: Salz sei ein wesentlicher Rohstoff für Kunden in verschiedensten Märkten, von der Pharmaindustrie über das Baugewerbe bis zur Automobilindustrie. Da die Salzgewinnung einen hohen Wärmebedarf habe, suche das Unternehmen stets nach Möglichkeiten, seine Energieeffizienz und den nachhaltigen Einsatz von Energie zu verbessern, sagte Schwalenberg.

Das Unternehmen setzt Dampf von Twence ein, um für die Gewinnung von hochreinem Salz Wasser aus Salzlauge zu entziehen. In der Vergangenheit war die Hälfte dieses Dampfs auf Grundlage der biologischen Inhaltsstoffe des Abfalls als nachhaltig zertifiziert. Twence nahm vor Kurzem ein neues Werk für Biomasse in Betrieb und kann nun zusätzlichen, vollständig nachhaltigen Dampf aus Holzabfall liefern. Durch die Dampfversorgung kann das Spezialchemieunternehmen nach eigenen Angaben bis zu 80 Millionen Kubikmeter Erdgas pro Jahr sparen.

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Aktuell wird nahezu die Hälfte des weltweiten Energieverbrauchs des Unternehmens aus erneuerbaren Quellen gewonnen. Vor kurzer Zeit hat das aus Akzo Nobel hervorgegangene Unternehmen am Standort Delfzijl in den Niederlanden von fossilen Brennstoffen auf nachhaltig erzeugten Dampf umgestellt. Das Unternehmen hat außerdem eine neue Energievereinbarung abgeschlossen, mit der der Einsatz erneuerbarer Energien in den Produktionsstätten in Schweden verstärkt wird. Der Hersteller ist außerdem Initiator eines einzigartigen Konsortiums für den Einkauf grüner Energie, mit dem der Bau von zwei Windparks in den Niederlanden ermöglicht werden soll.

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