Chemie-Nobelpreis Nobelpreis für palladiumkatalysierte Kreuzkupplung in organischen Synthesen

Redakteur: Marion Henig

Zwei Japaner und ein US-Amerikaner werden mit dem Nobelpreis 2010 für die Erforschung und Herstellung komplexer Kohlenstoff-Moleküle durch palladiumkatalysierte Kreuzkupplung ausgezeichnet.

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Der japanischer Chemiker Akira Suzuki arbeitet auf dem Gebiet der organischen Chemie, genauer untersucht er Organoborverbindungen und deren Anwendungen in Synthese und Organometallchemie. Mit Brown forschte er über Hydroborierung und organische Radikale auf Organoboran-Basis.[1][2] Er führte Organoborverbindungen als Carbanionen in die chemische Synthese ein. Später untersuchte er die Palladium-katalysierte Kreuzkupplung von Organoborverbindungen. Dabei entdeckte er die Suzuki-Kupplung. (Bild: Hokkaido University)
Der japanischer Chemiker Akira Suzuki arbeitet auf dem Gebiet der organischen Chemie, genauer untersucht er Organoborverbindungen und deren Anwendungen in Synthese und Organometallchemie. Mit Brown forschte er über Hydroborierung und organische Radikale auf Organoboran-Basis.[1][2] Er führte Organoborverbindungen als Carbanionen in die chemische Synthese ein. Später untersuchte er die Palladium-katalysierte Kreuzkupplung von Organoborverbindungen. Dabei entdeckte er die Suzuki-Kupplung. (Bild: Hokkaido University)

Stockholm/Schweden – Der diesjährige Nobelpreis für Chemie geht an den Amerikaner Richard F. Heck und die beiden Japaner Ei-ichi Negishi und Akira Suzuki für die Entwicklung der Palladium-katalysierten Kreuzkupplung, die eine große Bedeutung in der Synthese von Naturstoffen hat.

In der Heck-Reaktion, Negishi-Reaktion und Suzuki-Reaktion treffen Kohlenstoffatome auf ein Palladium-Atom, das eine chemische Reaktion auslöst. Auf reaktive Substanzen als Starthilfe kann verzichtet werden, sodass keine unerwünschten Nebenprodukte entstehen. Beispielsweise gelang es den Forschern das krebshemmende Discodermolid, einen Giftstoff des Meeresschwammes Discodermia dissoluta, synthetisch herzustellen. Auch neue Antibiotika gegen multiresistente Bakterien könnten künftig mit palladiumkatalysierten Kopplungsreaktionen hergestellt werden. Anwendungen gibt es nehmen der Wirkstoffforschung auch in der Elektronikindustrie.

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Die Wissenschaftler teilen sich ein Preisgeld von zehn Millionen Schwedischen Kronen, was umgerechnet etwa 1,09 Millionen Euro entspricht.

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