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Abwasserneutralisation

Neutralisation alkalisch belasteter Abwässer mit Kohlensäure

| Redakteur: Gabriele Ilg

Speziell für industrielle Anforderungen haben die Carbo Kohlensäurewerke nun eine kompakte Anlage zur Durchlaufneutralisation mit CO2 entwickelt.
Speziell für industrielle Anforderungen haben die Carbo Kohlensäurewerke nun eine kompakte Anlage zur Durchlaufneutralisation mit CO2 entwickelt. (Bild: Carbo)

Speziell für industrielle Anforderungen haben die Carbo Kohlensäurewerke nun eine kompakte Anlage zur Durchlaufneutralisation mit CO2 entwickelt.

Die umweltfreundlichste und unproblematischste Art der Neutralisation alkalischer Abwässer erfolgt unter Zuhilfenahme von Kohlensäure. Denn Kohlensäure wird aus natürlichen Quellen gewonnen und ist ungiftig und unbrennbar. Das CO2 wird in verflüssigter Form vorrätig gehalten und kommt nach Verdampfung als Gas zum Einsatz. Das Abwasser wird kontinuierlich aus einem Laugensammelbehälter in einen Reaktor gepumpt und mit einem speziellen Begasungsrührwerk mit CO2 durchmischt.

Der pH-Wert des aus dem Reaktor ausfließenden Abwassers wird von einer Sonde gemessen. Wird der gewünschte pH-Wert erreicht, so öffnen sich die Ventile und das neutralisierte Abwasser kann aus der Anlage fließen. Niveausonden im Laugensammelbehälter steuern die Anlage. Im dazugehörigen Schaltschrank ist neben den Ventil- und Motorsteuerungen auch der komplette Mess- und Regelteil untergebracht.

Die platzsparende Anlage ist nicht nur in der Anschaffung, sondern auch hinsichtlich der Betriebskosten und des Rohstoffverbrauchs wirtschaftlich: Im Gegensatz zur Neutralisation mit starken Mineralsäuren z.B. Salz- oder Schwefelsäure werden bei der CO2 Neutralisation nur wenige Ressourcen verbraucht. Zur Neutralisation von einem Kubikmeter 1%-NaOH-haltigen Abwassers werden beispielsweise weniger als 9 kg CO2 benötigt – im Gegensatz zu mehr als 30 kg 30%iger-Salzsäure.

Abgesehen vom hohen Verbrauch ist der Einsatz von starken Mineralsäuren zur Abwasserneutralisation aber auch in anderer Hinsicht problematisch: Die in Folge des Prozesses entstehenden hohen Sulfat- bzw. Salzgehalte des Abwassers überschreiten oftmals wiederum diejenigen gesetzlich festgelegten Grenzen, die mit der Neutralisation eigentlich eingehalten werden sollten. Zudem ist die Lagerung der Säuren nicht ungefährlich und die Installation von korrisionsfesten Behältern und Leitungen aufwändig.

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