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Logistik-Center Neues Logistik-Center im Industriepark Höchst in Betrieb genommen

Redakteur: Marion Henig

Effizient, flexibel und sicher, mit diesen Schlagworten beschreibt Infraserv Höchst sein neues Logistik-Center, das nach elf Monaten Bauzeit nun in Betrieb genommen wurde.

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Für das Logistik-Center im Industriepark Höchst wurden 5 000 Tonnen Stahl verbaut.
Für das Logistik-Center im Industriepark Höchst wurden 5 000 Tonnen Stahl verbaut.
( Bild: Infraserv Höchst )

Frankfurt am Main – Das neue Logistik-Center im Industriepark Höchst bietet 70 000 Palettenlagerplätze und ist laut Chemieparkbetreiber Infraserv Höchst das größte Hochregallager für chemische Produkte in Hessen. Jürgen Vormann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Infraserv Höchst, sprach von einem Meilenstein bei der Weiterentwicklung der logistischen Infrastruktur: „Hier steht ab heute ein vollautomatisiertes Hochregallager zur Verfügung, welches die Wettbewerbsfähigkeit von Infraserv Logistics in einem hart umkämpften Marktumfeld deutlich steigert und damit auch unseren Stadtortkunden Wettbewerbsvorteile verschafft.“

Bislang war der Betrieb der zum Teil jahrzehntealten Flachlager mit einem hohen Aufwand verbunden. 44 Millionen Euro hat Infraserv Höchst für das Logistik-Projekt in die Hand genommen. „Hier eröffnen sich uns ganz neue Dimensionen in Sachen effizienter Prozessteuerung und flexibler Auftragsabwicklung“, beschreibt Alois Strott, Geschäftsführer von Infraserv Logistics, ein für Logistik-Services zuständige Tochtergesellschaft von Infraserv Höchst, die Vorteile des neuen Lagers. Auch auf Sicherheit wurde Wert gelegt, so kann nahezu die gesamte Palette der chemischen Produkte gemäß dem Lagerungskonzept des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) lagern.

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Technische Details des Logistik-Centers

Das Logistik-Center steht im südlichen Teil des Industrieparks. Die stählernen Lagerregale, auf denen auch die Dachkonstruktion ruht, wurden auf einer 50 Zentimeter tiefen Betonwanne errichtet, in der im Brandfall das Löschwasser aufgefangen werden kann. Die Trapez-Elemente, aus denen die Fassade besteht, wurden an der stabilen Regalkonstruktion befestigt. Die beiden Lagerblöcke sind jeweils 135 Meter lang, 40 Meter hoch und 45 Meter breit. Das umbaute Volumen beläuft sich auf 240 000 Kubikmeter. Insgesamt wurden beim Bau des Neuen Logistik Centers, an dem über 50 Firmen beteiligt waren, 5 000 Tonnen Stahl verbaut.

Intelligente Fördertechnik

Die technische Raffinesse besteht laut Betreiber jedoch nicht im eigentlichen Gebäude, sondern in der Fördertechnik. Die auf 17 Lagerebenen angeordneten Palettenlagerplätze sind mit insgesamt zwölf Regalbediengeräten erreichbar, die vollautomatisch die gewünschten Paletten erkennen und zu der Warenumschlaghalle bringen und automatisch dem richtigen Lagerplatz zuordnen. Dieser hohe Automatisierungsgrad garantiert eine deutlich höhere Umschlagkapazität. Die Umschlagmenge wird sich pro Stunde auf 150 Paletten im Wareneingang und 200 Paletten im Warenausgang belaufen.

Verbunden sind die beiden Hochregallager über eine zweigeschoßige Warenumschlaghalle, die 118 Meter lang und 45 Meter breit ist. Für Warenein- und –ausgang stehen hier 16 Tore zur Heckbe- und -entladung sowie vier Tore zur Seitenbe- und -entladung zur Verfügung. Auch die Konfektionierung und die Kommissionierung der Waren werden in diesem Gebäude vorgenommen. Rund 70 Mitarbeiter sind im Lager beschäftigt, gearbeitet wird im Zwei-Schicht-Betrieb zwischen 6 bis 22 Uhr.

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