Chemiepark-Management Neuer Name für Bayer Industry Services

Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Die Bayer Industry Services heißt ab dem 1. Januar 2008 „Currenta“. Aus dem Bayer Chemiepark wird der „Chempark“.

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Aus dem Bayer Chemiepark wird zum 1. Januar 2008 der „Chempark“ mit über 60 Partnern an den Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen. Das Foto zeigt den Chempark Leverkusen.
Aus dem Bayer Chemiepark wird zum 1. Januar 2008 der „Chempark“ mit über 60 Partnern an den Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen. Das Foto zeigt den Chempark Leverkusen.
( Bild: Bayer )

Leverkusen – „Unser neuer Name Currenta steht für das Ziel, der führende Chemieparkmanager und -betreiber Europas zu werden“, erklärte Dr. Klaus Schäfer, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bayer Industry Services, bei einer Pressekonferenz in Leverkusen am Dienstag, 4. Dezember 2007. „Konkret heißt das: Wir wollen ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis für unsere bereits ansässigen Kunden sowie ein attraktives Umfeld für Investoren bei Neuansiedlungen in Nordwesteuropa bieten“, so Schäfer.

Currenta ist ein Joint Venture von Bayer und Lanxess. Die beiden Anteilseigner halten unverändert 60 Prozent (Bayer) bzw. 40 Prozent (Lanxess): Im Jahr 2007 erwartet das Unternehmen mit rund 5000 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,7 Milliarden Euro.

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Auch Bayer Chemiepark mit neuer Bezeichnung

Auch der Bayer Chemiepark mit den Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen tritt mit einer neuen Bezeichnung an: „Chempark“. „Unter diesem Namen erhalten die über 60 Chemieparkpartner eine Plattform, auf der sie sich mit ihren eigenen Marken präsentieren können“, so Schäfer. „Mit 13,3 Quadratkilometer wertvoller Fläche sind wir bereits einer der größten Chemieparks Europas. Jetzt wollen wir zudem einer der attraktivsten sein und Kostenführer werden.“

Im Chempark findet rund ein Drittel der Chemieproduktion Nordrhein-Westfalens statt – rund 50 000 Menschen sind an den drei Standorten beschäftigt. „Currenta trägt mit der Wirtschaftlichkeit seiner Leistungen zur Zukunft der Standorte bei. Ganz wichtig dafür sind aber auch passende Rahmenbedingungen. Wir brauchen hierzu die Unterstützung der Politik – zur Sicherung der Arbeitsplätze in Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen“, sagte Schäfer. Als Beispiel nannte der Geschäftsführer die aktuelle Diskussion um den Neubau eines Kohlekraftwerks in Krefeld-Uerdingen.

Schneller, schlanker, effizienter

Wesentliche Aufgaben auf dem Weg zu einem modernen Serviceunternehmen wurden bereits in den vergangenen Monaten mit Erfolg erledigt: „Die Kosten wurden reduziert, die Strukturen angepasst und Geschäfts- und Entscheidungsprozesse vereinfacht“, so Schäfer. Das alles für ein erreichtes Ziel: „Wir sind heute schneller, schlanker und effizienter“, sagte der Geschäftsführer.

Den nicht wettbewerbsfähigen Kosten – vor allem in den personalintensiven Dienstleistungen – begegnete das Unternehmen mit dem Abschluss eines unternehmensbezogenen Tarifvertrages. Gegenstand der Verhandlungen waren im Wesentlichen Veränderungen im Bereich Arbeitszeit und Entgelt. Diese am 1. Juli 2007 umgesetzte Regelung bildete die Basis für eine wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft.

Zahlreiche Effizientprogramme greifen

Parallel greifen zahlreiche Effizienzprogramme. Das sind Strukturbereinigungen, Prozessverbesserungen und Optimierungen der Systeme. Drittens war zum 1. Juli 2007 die Neu-Organisation umgesetzt worden. Dabei wurden die Geschäftsfelder neu zusammengesetzt und von neun auf fünf reduziert: Energie, Umwelt, Sicherheit, Services und Chemiepark-Management.

Zudem wurde als ein Bestandteil der Vereinbarungen mit den Arbeitnehmervertretern rund um den Tarifvertrag beschlossen, die Technischen Dienste zum 1. Januar 2008 mit rund 1300 Mitarbeitern wirtschaftlich in eine 100-prozentige Tochter der Currenta zu überführen. Das neue selbständige Unternehmen tritt ab diesem Datum mit dem Namen „Tectrion“ an.

Schäfer fasste zusammen: „Ziel des Strategieprojektes waren Einsparungen in Höhe von 125 Millionen Euro bis 2009. Davon haben wir bis heute bereits 100 Millionen Euro sicher. Das sind 80 Prozent – ein sehr gutes Ergebnis!“

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