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Hygienepumpen

Neue Hygienepumpen – Anpassungskünstler mit Hygiene-Auftrag

| Autor: Dr. Jörg Kempf

Was tut sich eigentlich bei den Hygienepumpen-Spezialisten von Hilge, die nach der Übernahme durch den GEA-Konzern als GEA Hilge im Markt unterwegs sind? Anfang dieses Jahres gab das Unternehmen der Fachpresse Einblick in seine Ziele und stellte zugleich eine neue Hygienepumpe vor.

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Vielseitig und anpassungsfähig: Die neuen Hygienepumpen GEA Hilge Hygia zeichnen sich durch ein hohes Maß an Flexibilität aus (Vollbild siehe Bildergalerie).
Vielseitig und anpassungsfähig: Die neuen Hygienepumpen GEA Hilge Hygia zeichnen sich durch ein hohes Maß an Flexibilität aus (Vollbild siehe Bildergalerie).
(Bild: GEA Hilge; © Vera Kuttelvaserova/Fotolia.com; [M]GötzelHorn)

Es ist rund eineinhalb Jahre her, dass sich auf den Türschildern in der Hilgestraße in Bodenheim der Name geändert hat: Wo einst Grundfos prangte, begrüßt nun das GEA-Logo die Besucher. In der Zeit nach der Akquisition schien es relativ ruhig um die Hygienepumpen-Spezialisten. Doch hinter verschlossenen Türen wurde fleißig an der zukünftigen Ausrichtung und den Zielen unter dem GEA-Dach gearbeitet.

Anfang dieses Jahres wurden nun die Türen geöffnet: Anlässlich einer Pressekonferenz gab Bastian Tolle, der als Head of Product Group Management Flow Components bei GEA die Segmente Hygiene- und Aseptikventile, Reinigungstechnik und Pumpentechnik verantwortet, die Marschrichtung vor: Durch die Zugehörigkeit von Hilge zur GEA-Gruppe sollen die Bereiche Pharma und vor allem Lebensmittel wieder stärker in den Fokus rücken, nachdem unter der Ägide von Grundfos der Hauptfokus auf der Gebäude- und Wassertechnik lag. Ziel der GEA sei es, die Nummer 1 zu sein. Im Bereich Hygienepumpen sicher ein hehres Ziel, weiß Tolle, doch wolle man jetzt möglichst schnell zu den Top 3 aufschließen.

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Und so soll es funktionieren: Hilge und GEA ergänzen sich perfekt. Während GEA als führender Anbieter von Prozesstechnik über ein breites Portfolio an hygienischen Prozesskomponenten verfügt, jedoch nur über ein limitiertes Pumpenportfolio (Tuchenhagen) und ein eingeschränktes spezialisiertes Pumpen-Applikations-Know-How, bringt Hilge ein breites Pumpen-Portfolio, ein hohes spezialisiertes Pumpen-Applikations-Know-How sowie hohe Varianz und Flexibilität ein. „GEA war bisher nicht als Pumpenanbieter im Markt bekannt“, weiß Tolle, das habe sich nun grundlegend geändert – und damit sei man bestens für die Zukunft gerüstet.

Die richtige Lösung für jede Anwendung

Eine Zukunft, für die man sich im vergangenen Jahr neu aufgestellt hat. So hat GEA – um auf Prozessanforderungen und Anwenderbedürfnisse noch besser eingehen zu können – das Hygienepumpen-Angebot von Tuchenhagen und Hilge verschmolzen und in zwei Produktgruppen zusammengefasst. Die Devise lautet: Für jede Anwendung die richtige Lösung bieten zu können.

  • Die Varipump-Baureihe wurde vor allem für anspruchsvolle Applikationen in Biotechnologie, Pharmaindustrie und Milchwirtschaft optimiert und bietet hohe Flexibilität. Die Pumpen sind für extreme Betriebspunkte (z.B. hohe Systemdrücke, hohe Medientemperaturen, feststoffbeladene Fördermedien) geeignet und werden individuell optimiert. Sie zeichnen sich durch eine hohe Oberflächengüte, den Verzicht auf Gussteile und hochwertige Materialien aus.
  • Die hygienischen Pumpen der Baureihe Smartpump dagegen sind für häufig verwendete Betriebspunkte bei normalen Einsatzbedingungen ausgelegt, hochgradig standardisiert, einfach zu konfigurieren, preisgünstig in der Anschaffung und kurzfristig lieferbar.

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Über den Autor

Dr. Jörg Kempf

Dr. Jörg Kempf

Chefredakteur, PROCESS - Chemie | Pharma | Verfahrenstechnik