Probenahme von Wasser und Abwasser Neue Generation automatischer Probenehmer für die Probenahme von Wasser und Abwasser

Redakteur: Marion Henig

Mit der Entwicklung der Plattform Liquiline für Systeme startet Endress+Hauser in eine neue Generation von automatischen Probenehmern für die Flüssigkeitsanalyse. Welche Kundenanforderungen in die Plattform eingeflossen sind, stellen wir Ihnen in diesem Beitrag vor.

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Der automatische Probenehmer CSF48 ist mit Schlauchpumpe (Bild), aber auch mit Membranpumpe erhältlich (Bilder: Endress und Hauser)
Der automatische Probenehmer CSF48 ist mit Schlauchpumpe (Bild), aber auch mit Membranpumpe erhältlich (Bilder: Endress und Hauser)
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Markt für automatische Probenehmer und Messstationen ist weltweit stetig ansteigend, getrieben durch Gesetze, Richtlinien, Technologie und den Bedarf an sauberem Wasser. Automatische Probenehmer sind hierbei nicht nur in Kläranlagen, sondern in allen Branchen zu finden. So sind diese Geräte auch fester Bestandteil in Fließwasser-Überwachungsprojekten und sammeln Durchschnitts- und Alarmproben bei beliebigen Grenzwertüberschreitungen. Fließwasserprojekte wie die Europäische Wasserrahmenrichtlinie findet man weltweit zur Bestandsaufnahme und Verbesserung der Wasserqualität. Hierzu werden Messstationen benötigt, um alle relevanten chemischen und physikalischen Parameter online zu messen und Probenehmer damit zu steuern.

Für diese vielseitigen Anwendungen entwickelt und vertreibt Endress und Hauser seit 1980 automatische Probenehmer für den stationären und mobilen Betrieb. Bei der Probenahmetechnik wird nicht nur die Membranpumpe, sondern auch die Schlauchpumpe oder ein Inline-System angeboten. Mit flexiblen Flaschenkonfigurationen kann das Gerät auf die jeweiligen Anforderungen umgerüstet werden. Schon früh wurde die Kombination des Probenehmers mit integrierter Parametermessung angeboten, um in einer kompakten Bauweise zusätzlich zur Probenahme den pH-Wert oder die Trübung im Zu- oder Ablauf einer Kläranlage zu messen. Allerdings wurde hier für jeden Parameter ein eigener Messumformer benötigt.

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Das kann die neue Generation

Mit der Entwicklung der Plattform Liquiline für Systeme startet Endress+Hauser in eine neue Generation von automatischen Probenehmern. Diese Plattform beinhaltet ein gemeinsames Gehäuse-, Elektronik-, Software- und Bedienkonzept für Multikanal/Multiparameter-Controller, Probenehmer und zukünftige nasschemische Analysatoren. Aufgrund im Vorfeld definierter Kundenanforderungen stehen vier Gehäusematerialien, drei Probenahmearten, zwei unterschiedliche Spannungsversorgungen und 17 verschiedener Flaschenkonfigurationen zur Verfügung. Zudem können verschiedene Sprachen implementiert und mehrerer Signalein- und -ausgänge integriert werden.

Einfacher Ausbau zur Messstation

Der neue stationäre Probenehmer CSF48 kann zu einer Messstation ausgebaut werden kann, ohne dass ein zusätzliche Messumformer angeschlossen werden muss. Eingänge für digitale Sensoren mit Memosens-Protokoll können per Plug&Play hinzugefügt werden, die Sensoren werden automatisch von der Software erkannt. Das Ergebnis ist nach Unternehmensaussage derzeit einmalig: Gleichzeitig können Proben genommen und Parameter wie pH, Trübung, Leitfähigkeit oder Sauerstoff gemessen werden. Zudem lassen sich weitere Eingänge für die Kommunikation über Feldbusse, E-thernet oder Wireless sowie Relais und Analogausgänge integrieren. Die gleiche findet auch, jedoch mit eingeschränkten Erweiterungen, im mobilen Probenehmer CSP44 Verwendung.

Strukturiertes Bedienkonzept und großes Display

Der neue Probenehmer bietet dasselbe Bedienkonzept wie die gesamte Liquiline M Plattform. Die Bedienung ist in drei Benutzerebenen aufgeteilt, von Basic über Standard bis Advanced: Unter Basic startet ein zeit- oder volumenproportionales Programm mit fünf Eingaben, unter Standard die durchflussproportionale Probenahme und Umschaltprogramme. Unter Advanced können dann bis zu 24 Teilprogramme miteinander verknüpft werden, dabei sind Probenahmetabellen und Ereignissteuerungen in allen Variationen programmierbar. Die Software wurde im Vergleich zum Vorgängermodell ASP2000 um viele Funktionen erweitert. So leistet sie die Berechnung von Durchfluss, Niederschlag und aller Arten von Parametern zur Wasserqualitätsüberwachung.

Die Entwickler von Endress und Hauser haben zudem auch Wert gelegt auch ein großes, graphikfähiges Display. Neun Zeilen mit 45 Zeichen führen den Anwender durch das Programm. Softkeys mit Navigator sollen das Eingeben von Namen und Zahlen erleichtern.

(Details zu den verfügbaren Gehäusematerialien und der Flaschenkonfiguration sowie Anwendungsbeispiele erfahren Sie auf Seite 2)

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