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Hochtemperaturwärmespeicher

Nebuma bringt Wärmespeicher für das Abwärme-Recycling auf den Markt

| Redakteur: Tobias Hüser

Per LKW zum Verbraucher: Bei der mobilen Ausführung ist das Speichermaterial in Standardcontaintern untergebracht.
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Per LKW zum Verbraucher: Bei der mobilen Ausführung ist das Speichermaterial in Standardcontaintern untergebracht. (Bild: Nebuma)

Nebuma bringt im März stationäre und mobile Hochtemperaturwärmespeicher für Kraftwerksbetreiber auf den Markt. Wärmeüberschüsse können nun auf hohem Temperaturniveau zwischengespeichert werden, so dass der wirtschaftliche Einsatz gegeben ist. Die Amortisation der Speicher soll bereits in drei Jahren erreicht werden.

Saarbrücken – Der stationäre Blockspeicher recycelt die Abwärme direkt bei ihrem Produzenten. Das Speichermaterial ist steinartig und wird mit vielen Wärmeträgermedien wie Öl, Salz, Dampf oder heißen Gasen beladen. Je nach Anwendung kommen Block- oder auch Granulatspeicher zum Einsatz. Beide Varianten können in stationären und mobilen Systemen umgesetzt werden. Die Kapazitäten sind bei stationären Einheiten frei planbar. 20 Megawattstunden können ebenso dargestellt werden wie 6,4 Gigawattstunden oder mehr.

Eine Spezialität des Unternehmens ist die mobile Variante in der Ausgestaltungsform eines Granulatspeichers, der direkt mit heißen Abgasen beladen werden kann. Ein vorgeschalteter Wärmetauscher ist meist nicht notwendig. Zur „Entladung“ werden die Container mit LKW´s zum Verbraucher gebracht. Je nach Ausführung haben die Granulatspeicher bei 500 °C Kapazitäten von 4 MWh, 8 MWh bzw. 18 MWh. Die maximalen Betriebstemperaturen hängen lediglich vom Wärmeträgermedium ab. Bei Thermalöl sind dies beispielsweise 380 °C, bei heißerem Abgas können auch bis zu 1.300 °C aufgenommen werden.

In Deutschland bläst die Industrie jedes Jahr rund 280.000 MWh Abwärme in die Atmosphäre. Mit dem Konzept von Nebuma kann man sie umweltschonend und gewinnbringend für die Erzeugung von Strom, Kälte oder Prozesswärme nutzen. Bei einem Pilotprojekt in St. Ingbert hat das Unternehmen im vergangenen Jahr bereits gezeigt, dass das Konzept funktioniert. Das innovative Technologieunternehmen hatte bei einem Schleifscheibenhersteller mit 1300 °C Ofenbetrieb einen 3 MWh-Granulatspeicher installiert. „In Kürze wollen wir auch die Abwärme von Müllverbrennungsanlagen nutzen und überschüssigen Strom aus Windkraftanlagen und Blockheizkraftwerken speichern“, sagt Schichtel.

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