Personalmeldungen Namur, VIC Baden-Württemberg, Thyssenkrupp und Petrobras treffen Personalentscheidungen

Von Alexander Stark

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Neben Vertragsverlängerungen und neuen Führungskräften gibt es auch einen überraschenden Wechsel in den Chefetagen der Prozessindustrie zu vermelden. PROCESS fasst die aktuellen Managementnachrichten von Namur, VCI BW, Thyssenkrupp und Petrobras für Sie zusammen.

Christine Oro-Saavedra wird zum 1. August 2022 zur Geschäftsführerin der Namur berufen.
Christine Oro-Saavedra wird zum 1. August 2022 zur Geschäftsführerin der Namur berufen.
(Bild: Namur )

Würzburg – Auf Beschluss des Namur-Vorstandes wird Christine Oro Saavedra, Bayer, ab 01. August 2022 zur Geschäftsführerin der Namur berufen. Sie tritt die Nachfolge von Nils Weber an, der zum gleichen Zeitpunkt die Leitung der Gruppe „Process Control Technology – Leverkusen/Berlin“ bei Bayer in Leverkusen übernehmen wird.

Saavedra besitzt 15 Jahre Erfahrung im Bereich der Verfahrenstechnik. Sie studierte in Lüneburg Wasser- und Bodenmanagement und absolvierte Ihren Abschluss in Bolivien. Im Anschluss daran war sie im Bereich Umweltberatung tätig. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland 2008 war sie in mehreren Funktionen im Bereich Wasser-/Abwassertechnik tätig. Als Projektleiterin realisierte sie mehrere Projekte zur Abwasserbehandlung von der Planung bis zur Fertigstellung. 2015 wechselte sie zu Bayer Technology Services, wo sie im Bereich Reliability & Maintenance als Beraterin tätig war. Hier entwickelte und implementierte sie unter anderem das Konzept einer Trainingsakademie für Reliability and Mintenance. Saavedra wechselte 2018 an den Bayer-Standort in Bergkamen und übernahm die Leitung der Werkstätten im Bereich Wartung und Instandhaltung, wo sie sich stark für innovative Konzepte wie Augmented Reality, IOT und Zustandsüberwachung einsetzt.

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des VCI Baden-Württemberg wurde Martin Haag, Werkleiter von Roche in Mannheim, im Amt als Vorsitzender des Verbandes im Amt bestätigt.
Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des VCI Baden-Württemberg wurde Martin Haag, Werkleiter von Roche in Mannheim, im Amt als Vorsitzender des Verbandes im Amt bestätigt.
(Bild: Chemie.BW / Eppler )

VCI Baden-Württemberg wählt Vorstand neu

Martin Haag, Werkleiter von Roche Diagnostics in Mannheim, ist weiterhin Vorsitzender des Verbandes der Chemischen Industrie Baden-Württemberg (VCI BW). Haag wurde wie seine Stellvertreter Thomas Alpers, Zeller + Gmelin, Eislingen, und Jürgen Lochner, Sika Deutschland, Stuttgart, auf der Mitgliederversammlung in Baden-Baden im Amt bestätigt.

Haag bekräftigte die Rolle des VCI in der derzeitigen schwierigen Situation für die Branche: „Wir sind als Schlüsselbranche auch für andere Industrien unverzichtbar, um die Transformation der Wirtschaft in Deutschland weiter voran zu bringen. Daran arbeiten wir – aber wir fordern auch, dass uns weder Brüssel noch Berlin bürokratische Steine in den Weg legen.“

Ebenfalls in den Vorstand des VCI BW gewählt wurden am Dienstag Hermann Becker, Evonik Technology & Infrastructure, Rheinfelden, Dr. Martin Häfele, DSM Nutritional Products, Grenzach Wyhlen, Dr. Bernhard Hettich, CHT Germany, Tübingen, Michael Lindner, Börlind, Calw, Dr. Ralf Schneider, Trinseo Deutschland, Rheinmünster, Dr. Fritjof Traulsen, Boehringer Ingelheim, Biberach, und Dr. Raphael Vogler, Chemcon, Freiburg.

Thyssenkrupp-Chefin Martina Merz soll Konzern bis 2028 führen

Essen (dpa) - Die Thyssenkrupp-Vorstandsvorsitzende Martina Merz soll den Stahl- und Industriekonzern weitere fünf Jahre leiten. Wie das Unternehmen in Essen mitteilte, hat der Aufsichtsrat am Donnerstag die Verlängerung des bestehenden Vertrages für den Zeitraum April 2023 bis Ende März 2028 beschlossen. „Stellvertretend für den gesamten Aufsichtsrat danke ich Martina Merz dafür, dass sie entschlossen den Umbau von Thyssenkrupp angeht“, erklärte der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Siegfried Russwurm, laut der Mitteilung. Die gelernte Maschinenbauingenieurin leitet den Konzern seit Oktober 2019.

Erneuter Wechsel an der Spitze von Brasiliens Ölriesen Petrobras

Brasília (dpa) - Vor der Präsidentenwahl in Brasilien im Oktober will die brasilianische Regierung von Staatschef Jair Bolsonaro die Spitze des Ölkonzerns Petrobras mit Sitz in Rio de Janeiro ein weiteres Mal neu besetzen. Dies ging aus einer Mitteilung des Ministeriums für Bergbau und Energie in Brasília am 23. Mai hervor.

Demnach soll auf José Mauro Coelho nach nur etwas mehr als einem Monat Caio Mário Paes de Andrade folgen, der als Sondersekretär für Entbürokratisierung von Wirtschaftsminister Paulo Guedes fungiert. Es wäre bereits der dritte Wechsel auf dem Chefposten des halbstaatlichen Unternehmens seit dem Amtsantritt Bolsonaros am 1. Januar 2019. Der Petrobras-Vorstand muss dem Wechsel noch zustimmen.

Brasilien durchlebe eine schwierige Zeit, die auf die hohe Volatilität auf den internationalen Märkten zurückzuführen sei, hieß es in der Mitteilung. Es sei notwendig, auf ein „ausgeglichenes Szenario im Energiebereich“ hinzuarbeiten. Bolsonaro hatte erst in diesem Monat erneut die Preispolitik und den Gewinn von Petrobras kritisiert.

68 % der Brasilianer machen der Zeitung Folha de S. Paulo zufolge die Bolsonaro-Regierung für die hohen Kraftstoffpreise in dem südamerikanischen Land verantwortlich. Der Staatschef strebt bei der Präsidentenwahl im Oktober eine weitere Amtszeit an. In jüngsten Umfragen liegt der Rechtspolitiker hinter dem linken Ex-Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva.

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