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Wachsproduktion

MPW legt mit Pörner Grundstein für Wachsproduktionsanlage

| Redakteur: Tobias Hüser

3D-Ansicht der geplanten Wachsproduktionsanlage
3D-Ansicht der geplanten Wachsproduktionsanlage (Bild: Pörner Gruppe)

Die Pörner Industriegesellschaft hat in Webau den Grundstein für eine Wachsproduktionsanlage gelegt. Von Mitteldeutsches Paraffinwerk Webau (MPW) beauftragt, kümmert sich der Anlagenbauer um die ingenieurstechnische Bearbeitung und die Projektabwicklung. Noch in diesem Jahr soll die Produktionsstätte fertiggestellt werden.

Webau – Das Catpol-Verfahren wird das Herzstück der Anlage ausmachen. Mit diesem Verfahren werden aus Polyethylen und Polypropylen durch Depolymerisation verschiedene vollsynthetische Wachse hergestellt. Sie sollen als Trägermaterial für Autolacke oder als Beschichtung bei Lebensmittelverpackungen eingesetzt werden.

Gegenwärtig wird der erste Strang der Produktionsanlage aufgebaut. Die Kapazität der Anlage beträgt 500 kg Wachse pro Stunde. Im anvisierten 3-Schicht-Betrieb können so pro Jahr 3.500 Tonnen hergestellt werden. MPW investiert gut 6,2 Millionen Euro in die historische Produktionsstätte, an der sich auch das Land Sachsen-Anhalt mit einer Förderung in Höhe von 1,2 Millionen Euro beteiligt.

Die Pörner Gruppe erbringt im Rahmen des Projektes die Überarbeitung des Basic Engineerings inklusive einer Verfahrens- und Kostenoptimierung. Darüber hinaus zeichnet sich das Unternehmen verantwortlich für die Ergänzung des Behördenengineerings, das komplette Detail Engineering inklusive der Erstellung eines 3-D-Anlagenmodells mittels Smart Plant, die Beschaffung im Namen und auf Rechnung des Kunden, die Kosten- und Terminkontrolle sowie das Baustellenmanagement und die Fachbauüberwachung mit abschließender Inbetriebnahme der Anlage. Geplant ist die Produktion ab Januar 2017 langsam anlaufen zu lassen und ins Mehr-Schicht-System hochzufahren.

1 Millionen Euro für die Verfahrensentwicklung

Seit dem Jahr 2008 wurde in Zusammenarbeit mit dem Magdeburger Fraunhofer Institut, der Hochschule Merseburg und der Martin-Luther-Universität Halle an der Entwicklung des neuen und nun patentierten Catpol-Verfahrens gearbeitet. Die Anlage ist so ausgelegt, dass sehr unterschiedliche Wachsprodukte erzeugt werden können.

In dem Betriebslabor des Paraffinwerkes existieren 3 Versuchsanlagen zur Depolymerisation, und je eine Versuchsanlage zur Oxidation und Mikronisierung der Wachse. Neben den vielen eigenen Versuchen wurden bei einigen Maschinenbaufirmen auch Versuchsprogramme im Technikumsmaßstab durchgeführt. An diesem Projekt haben ständig 3 Mitarbeiter gearbeitet und insgesamt über 1 Millionen Euro für die Verfahrensentwicklung aufgewendet. Jetzt ist das Verfahren ausgereift, patentiert und wird in den Großmaßstab überführt.

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