Verbundverpackung

Molke ersetzt Kunststoff – neue Verbundverpackung auf Molkeprotein-Basis

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Recycelbarkeit, biologische Abbaubarkeit, Kompostierbarkeit und Toxizität

Die Universität Pisa prüfte die Recycelbarkeit, biologische Abbaubarkeit, Kompostierbarkeit und Toxizität der Wheylayer-Verbundverpackung. Lebensmittelverpackungen bestehen aus mehreren Schichten. Mit dem Einsatz von Wheylayer sind die vorher nicht-trennbaren Schichten lös- und deshalb wiederverwertbar. Die Barrierebeschichtung kann rückstandslos vom Substrat entfernt werden. Produziert werden die Proteinfolien beim slowenischen Verpackungshersteller Lajovic Tuba Embalaza, das Design der Prototypen wird vom Projektkoordinator IRIS (Innovacio i Recerca Industrial i Sostenible) festgelegt.

Validierung von Wheylayer-Filmen mit und ohne antimikrobielle Beschichtung

Der Forschungsdienstleister ttz Bremerhaven führte eine Validierung des vom Fraunhofer IVV produzierten Wheylayer-Films durch. So wurde die entwickelte Verbundverpackung mit herkömmlichen Materialien verglichen. Das ttz Bremerhaven hat Butterkäseproben in drei unterschiedlichen Folientypen vakuumverpackt: Eine von zwei auf Wheylayer basierende Verpackungsfolien enthielt eine antimikrobielle Schicht. Bei der dritten getesteten Folie handelte es sich um eine Referenzverpackung, die ähnliche Eigenschaften wie die Wheylayer-Proteinfolie hat und üblicherweise in der Industrie eingesetzt wird.

Die Haltbarkeit des Käses betrug 45 Tage bei einer Lagerung zwischen 8 und 10 °C. 84 Tage lang analysierte das ttz Bremerhaven im einwöchigen Abstand die Produktqualität durch unterschiedliche mikrobiologische, chemische und sensorische Tests. Mikrobiologische Messungen der Produkte in Referenz- bzw. antimikrobiell beschichteter Wheylayer-Folie zeigten in Bezug auf das Bakterienwachstum an der Käseoberfläche nach 45 und 84 Tagen keine signifikanten Unterschiede. Aufgrund der massiven Eigenflora von Käseprodukten und der reinen Oberflächenwirkung der antimikrobiellen Schicht ist ein direkter Nachweis schwierig. Die Säurezahl und Peroxidwerte, die Indikatoren für die Ranzigkeit und Oxidation des Produkts sind, wichen kaum voneinander ab. Der antimikrobiell beschichtete Wheylayer-Film hatte in diesem Fall keinen direkten Einfluss auf das Testlebensmittel. Mit dem Japanischen Standard-Test konnte hingegen ein antimikrobieller Effekt nachgewiesen werden.

Insgesamt ergaben die Untersuchungen am ttz Bremerhaven, dass der Wheylayer-Film sowohl mit als auch ohne antimikrobielle Beschichtung keinen signifikanten Einfluss auf die chemischen oder mikrobiologischen Eigenschaften der Testprodukte hat. Auf Wheylayer basierende Verpackungsschichten sind in ihrer Funktion genauso effizient wie konventionelle Verpackungen.

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