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Abwasserbehandlung Moderne Konzepte für die industrielle Abwasserbehandlung

| Autor/ Redakteur: Patrick Fischer* / Dr. Jörg Kempf

Die ganzheitliche Betrachtung von Prozessen in unserer hochentwickelten Industriekultur macht auch vor dem Bereich der industriellen Abwasserbehandlung nicht halt. Unterschiedlichste Anforderungen und Aspekte erfordern heute eine ganz andere Betrachtungsweise und Auslegung der Konzeptionen, als dies in der Vergangenheit der Fall war.

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Ionenaustauscher-Anlagen ermöglichen eine nahezu unbegrenzte Wiederverwendung wertvoller Elektrolyte und Säuren.
Ionenaustauscher-Anlagen ermöglichen eine nahezu unbegrenzte Wiederverwendung wertvoller Elektrolyte und Säuren.
(Bild: Antech-Gütling Wassertechnologie)

Während in den vergangenen Jahrzehnten die möglichst kostengünstige Aufbereitung von Abwässern im Vordergrund stand – mit dem Ziel die gesetzlichen Grenzwerte einzuhalten – werden heute in fortschrittlichen Abwasserbehandlungskonzeptionen auch schon die Produktionsprozesse, bei denen das Abwasser anfällt, in die Gesamtbetrachtung mit einbezogen. Dadurch ist es möglich, dem Anwender ein auch aus wirtschaftlicher Sicht interessantes Gesamtkonzept vorzuschlagen.

Anlagenbauer mit Schwerpunkt Abwassertechnik müssen hierfür eine Vielzahl unterschiedlichster Anlagenverfahren und chemischer Prozesse – unter Berücksichtigung aller gesetzlichen Vorgaben und Richtlinien – im Portfolio haben. Zudem müssen die Prozesse, in denen die Abwasserströme auf Anwenderseite anfallen, verstanden werden. Es reicht heute nicht mehr aus, ein Konzept vorzuschlagen, das auf nur einem Verfahren basiert. Der Anwender verlangt die neutrale Betrachtung verschiedener Abwasserbehandlungsprozesse aus technischer und wirtschaftlicher Sicht. Erst dann kann er sich sicher sein, die für seine Anforderungen am besten geeignete Gesamtkonzeption zu erhalten.

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Moderne Industriebetriebe wollen nicht nur ein gutes Produkt auf den Markt bringen, sondern sie möchten sich auch im globalen Wettbewerb als fortschrittlich im Bereich Umweltschutz und Ressourcenschonung zeigen. Dieses können sie durch Maßnahmen wie der Regenerierung von Prozesslösungen, der Rückgewinnung von Wertstoffen, und der Mehrfachverwendung von Wasser erreichen. Dazu stehen unterschiedlichste verfahrenstechnische Prozesse zur Verfügung, z.B. Ionenaustauscher, Elektrolyse oder Verdampfer.

Ionenaustauscher

Beispielsweise können mit Ionenaustauscher-Anlagen Prozesslösungen durch Entfernung von Störstoffen gereinigt werden. Dies ermöglicht die fast unbegrenzte Wiederverwendung von wertvollen Elektrolyten und Säuren. Natürlich eignen sich diese Anlagen auch um konzentrierte Metalllösungen herzustellen, welche dann wieder dem Prozessbad zugeführt werden können, oder aber das Metall anschließend recycelt werden kann. Mit Ionenaustauscher-Kreislaufanlagen können jeden Tag große Mengen Spülwasser wiederverwendet und Frischwasser somit eingespart werden.

Elektrolyse

Elektrolyse-Anlagen scheiden Edelmetalle wie Silber und Gold oder aber Industriemetalle wie Kupfer und Nickel als Wertstoff ab und verhindern so, dass diese für immer in unbrauchbaren Industrieschlämmen verschwinden und für nachfolgende Generationen nicht mehr nutzbar sind. Gleichzeitig werden wiederum Prozessbäder durch die Entfernung dieser Metalle unbegrenzt nutzbar gemacht. Aus wirtschaftlicher Sicht sind somit Elektrolyseanlagen nicht nur Recyclinganlagen, sondern auch Regenerationsanlagen.

Verdampferanlagen bieten ein breites Spektrum interessanter Anwendungen auch im Bereich der Metalloberflächenbehandlung. Weiterlesen ...

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