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Stichprobeninventur

Mit Stichprobeninventur Inventurkosten und Zählaufwand reduzieren

| Autor/ Redakteur: Christian Günther* / M.A. Manja Wühr

Mit 27.000 Behälterplätzen und 11.000 Artikeln war die permanente Vollinventur bei Linde Gas in Leuna früher ein wahrer Kraftakt. Doch die Umstellung auf eine zeitgemäße Stichprobeninventur und der Einsatz eines Add-on-Systems spart nun Kosten und Personalaufwand.

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Inventur mit nur zwei Personen an einem Tag? Moderne Stichprobeninventur macht's möglich.
Inventur mit nur zwei Personen an einem Tag? Moderne Stichprobeninventur macht's möglich.
(Bild: Linde Gas)

Aus dem Zentrallager von Linde Gas in Leuna versorgen 18 Mitarbeiter die Linde-Produktionsanlagen und -Vertriebsorganisationen in Deutschland, aber auch in der Europäischen Union, der Schweiz und Ländern des arabisch-asiatischen Raums mit Ersatz- und Zubehörteilen. Insgesamt lagern in Leuna rund 11.000 Artikel. Linde Gas verfügt in Deutschland über ein dichtes Netz von Produktions- und Vertriebsstätten mit rund 150.000 Kunden. Für jeden Kunden bietet das Unternehmen maßgerechte und wirtschaftliche Versorgungskonzepte – von der Ein-Liter-Einwegflasche bis zum 75.000-Liter-Tank. Dies hat auch Auswirkungen auf die Lagerhaltung. Im Durchschnitt sind heute rund 27.000 Behälterplätze in dem modernen Lager von Linde Gas belegt. Die Produktdivergenz in Kombination mit hoher Lagerdichte und hohem Automatisierungsgrad bedeutete in der Vergangenheit einen immensen Inventuraufwand.

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Stichprobeninventur sticht Vollerhebung aus

Bis zum Jahr 2006 wurde von Juni bis Dezember eine permanente Vollinventur durchgeführt. Die Vollaufnahme, bei der jeder einzelne Behälter gezählt wurde, entwickelte sich zu einer großen Herausforderung und Belastung für den Leiter des Zentrallagers Reinhard Probst und sein Team. Schnell war der Punkt erreicht, an dem die bis dato eingesetzte IT-Lösung an ihre Grenzen stieß. Bei damals rund 15.000 Behälterplätzen drängte sich zudem die Frage auf, wie sich in dem hochautomatisierten Lager eine geringere Personalbindung realisieren und gleichzeitig der Inventuraufwand senken ließe. Der Versuch, die Lagermitarbeiter durch eine Softwareeigenentwicklung zu entlasten, führte zu keiner erheblichen Verbesserung.

Zentrallagerleiter Probst nahm deshalb die am Markt gängigen Inventurlösungen genauer unter die Lupe und trat vor acht Jahren auf der Cebit in Hannover mit Inform in Kontakt. „Wir haben eine Software gesucht, die sowohl den Kosten- als auch den Personalaufwand bei der Inventur minimiert und eine Zertifizierung durch Wirtschaftsprüfer vorweisen konnte“, so Probst.

Auf Seite 2 lesen Sie, wie Software die Inventur unterstützt.

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