Druckluft-Membranpumpen Mit Druckluft-Membranpumpen fördern Sie gefährliche Chemikalien sicher

Autor / Redakteur: Peter Schüten / Dr. Jörg Kempf

Dieser Artikel veranschaulicht, wie die Konstruktions- und Betriebsmerkmale einer speziellen Verdrängerpumpen-Technologie – Druckluft-Membranpumpen mit Kunststoffgehäuse in Massivbauweise – einen hermetischen Produkteinschluss bei der Förderung gefährlicher Chemikalien sicherstellen. Zudem arbeiten die Pumpen aufgrund ihrer Betriebseigenschaften hoch effizient.

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Bei der Herstellung zahlloser Produkte bzw. der Durchführung einer großen Breite industrieller Prozesse ist der Einsatz schädlicher oder gefährlicher Chemikalien unvermeidlich.
Bei der Herstellung zahlloser Produkte bzw. der Durchführung einer großen Breite industrieller Prozesse ist der Einsatz schädlicher oder gefährlicher Chemikalien unvermeidlich.
(Bild: Almatec)

Die Handhabung von gefährlichen Chemikalien ist stets mit einem Risiko verbunden. Dies resultiert aus der Tatsache, dass die Freisetzung dieser Chemikalien zu schwerwiegenden Folgen für die Gesundheit von Mensch und Tier sowie zur Schädigung der Umwelt führen kann. Während Sicherheit für die mit der Handhabung dieser Chemikalien betrauten Mitarbeiter höchste Priorität genießt, gibt es noch einen weiteren wichtigen Gesichtspunkt: Diese Chemikalien sind häufig sehr teuer, und jegliche durch Leckagen oder Freisetzungen verursachte Verluste haben direkte Auswirkungen auf den Ertrag des Herstellers.

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Die Gewährleistung einer hermetischen Abdichtung solch gefährlicher Chemikalien ist jedoch häufig leichter gesagt als getan, da viele stark korrosiv sein können. Die zur Förderung dieser Chemikalien verwendete Pumpenausrüstung ist für chemische Angriffe anfällig, wenn die Werkstoffe der Säure, der Lauge oder dem Lösungsmittel nicht standhalten.

Doch die Werkstoffe sind nicht der einzige Faktor, der bei der Entscheidung berücksichtigt werden muss, ob eine Pumpe für die Handhabung gefährlicher Chemikalien geeignet ist oder nicht. Ein weiterer Schwerpunktbereich sind die Konstruktionsmerkmale der Pumpe. Wenn das Pumpendesign beispielsweise Gleitringdichtungen oder eine Dichtpackung umfasst, kann die Pumpe leckageanfällig sein.

Die Schwächen von Pumpen mit Gleitringdichtungen

Es gab Versuche, die Schwächen von Pumpen mit Gleitringdichtungen durch den Einsatz von Magnetkupplungen oder doppelten Barrieredichtungen zu umgehen. Diese Containment-Methoden sind zwar den Gleitringdichtungen überlegen, weisen jedoch andere Schwächen auf, die ihre Effektivität einschränken. Der Viskositätsbereich von Flüssigkeiten, die von Pumpen mit Magnetkupplungen gefördert werden können, ist durch das über die Magneten innerhalb der Pumpe übertragbare Drehmoment beschränkt. Die Verwendung von Pumpen mit Doppeldichtungen oder Sperrflüssigkeiten kann aufgrund der hohen Kosten und des erhöhten Wartungsaufwands unzweckmäßig sein.

Drehkolben-, Kreisel- und Zahnradpumpen können zwar mit chemikalienbeständigen Werkstoffen ausgestattet werden, dennoch verfügen sie stets über Gleitringdichtungen, deren Leistungsmerkmale sich im Laufe der Zeit verschlechtern können und durch die sich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Lecks auftreten. Dennoch gehören sie zu den gebräuchlichen Pumpentypen, die in der Vergangenheit traditionell zur Förderung gefährlicher Chemikalien eingesetzt wurden.

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