Geräteintegration

Meilenstein erreicht – alle sprechen FDI

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Zeitlicher Rahmen

PI-Vorstand Schneider hofft, dass in den nächsten zwei Jahren möglichst viele FDI-kompatible Geräte im Markt sind. Schließlich ist die entscheidende Frage für die Anwender, wann die ersten Geräte einsatzbereit sind. Schneider gibt sich zuversichtlich: „Die Umsetzung der FDI-Packages sollte relativ zügig von statten gehen. Insbesondere bei EDDL-basierten Geräten müssen diese nur noch auf die harmonisierte EDDL angepasst werden, und hierfür haben wir Tools entwickelt.“ Neben den FDI-Packages müssen die Leitsystemhersteller die Unterstützung in den Hosts natürlich auch noch implementieren.

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Bei ABB rechnet man nur noch mit wenigen Monaten. Erste Prototypen, die bereits ihre Funktionalität unter Beweis gestellt haben, gibt es schon. „Wir haben die Host-Komponenten für die Gerätehersteller bereitgestellt. Nun müssen möglichst viele Geräte entwickelt und parallel getestet werden, damit wir schnell eine breite Basis im Feld bekommen“, fordert Kilian. „Hier sind auch die Anwender gefragt.“ Größere Überraschungen im Praxistest erwartet Kilian nicht. „Technisch ist FDI sehr ausgereift – gerade weil Hersteller und Anwender intensiv zusammen gearbeitet haben.“

Anwender Pelz sieht die zeitliche Umsetzung erst einmal gelassen. „Für den Außenstehenden sieht es vielleicht aus, als hätte der Prozess schneller voran gehen sollen. Aber wenn man den Prozess begleitet hat, ist man sich sehr bewusst, wie viel Nebenarbeit geleistet wurde, etwa bei der Harmonisierung der EDDLs. Aber dies hat sich letztendlich auf die Qualität und damit positiv für den Anwender ausgewirkt.“ Ihm sind andere Aspekte noch wichtiger: Sein Wunsch wäre beispielsweise eine zentrale Stelle, an der sich die kompletten zertifizierten FDI-Packages herunter laden lassen, und er hofft, dass den Systemherstellern die hohe Verantwortung bewusst ist, die sie nun bei der Weiterentwicklung ihrer Systeme haben.

Auch für Gerätehersteller Endress+Hauser wird es noch etwas dauern, bis das Thema Geräteintegration vom Tisch ist, zumindest so lange, wie es die Arbeitsteilung zwischen Hostsystem und Geräte-Treiber gibt. „Ich bin jedoch der festen Überzeugung, dass wir mit FDI das Thema Geräteintegration in der Prozessautomation aus der negativ besetzten Ecke herausholen können und dem Endkunden damit zeigen, dass eine offene System-Schnittstelle zu seinem Vorteil ist“, so Birkhofer.

Einen Ausblick zum Thema FDI/Geräteintegration geben wir auf der nächsten Seite.

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