Insbesondere die enge Zusammenarbeit hat sich ausgezahlt und könnte als Vorbild für weitere Projekte gesehen werden. Daher zeigt sich nicht nur Birkhofer zufrieden: „Es war ein großer Fortschritt, dass man in Ruhe überlegt hat, wie man den „Integrations-Schmerz“ beim Endkunden endlich beheben kann. Ich glaube, dass diese kooperative Art der Bereitstellung von Standard-Software auch in anderen Bereichen Schule machen kann, z.B. das Thema eigensichere Ethernet-Übertragungsphysik. Auch hier könnte man ein Grundproblem gemeinsam lösen, um sich dann wieder in den Wettstreit der besseren Gerätetechnik zu begeben.“
Tipp: Das war der Stand vor zwei Jahren. PROCESS berichtete:
Dass FDI durchaus als Vorbild taugt, ist auch Pelz überzeugt: „Man hat bei FDI einen möglichst großen gemeinsamen Nenner gefunden. In Zukunft wird die Zahl der Vernetzungen in den Betrieben und damit auch in der Automatisierung steigen. Hier benötigen wir neue Lösungen, die wir nur gemeinsam finden können.“ Er nennt als Beispiel die bereits vorausschauende spezifizierte herstellerneutrale OPC-UA-Schnittstelle. Diese sollte nach Meinung von Pelz zwar nicht sofort, aber durchaus als nächster Schritt in das Leitsystem implementiert werden.
„Wenn wir in Richtung Industrie 4.0 denken, muss ein unkompliziertes Auslesen der Informationen möglich sein, ohne einen zweiten Kanal umständlich aufzubauen“, so Pelz.
* Die Autorin arbeitet als freie Fachjournalistin für Profibus & Profinet International