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Dicht und Digital Mehr als dicht: Dichtungsexperte mit Lust auf Zukunft

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Wie funktioniert Innovation in einem scheinbar konservativen Umfeld? Jedenfalls nicht von alleine, meint der Dichtungs­spezialist EagleBurgmann. Indem das deutsch-japanische ­Unternehmen sich immer wieder neu erfindet, setzen die Experten für Gleitringdichtungen Kurs auf die Zukunft – und zeigen so, welches Potenzial in der Fluidik steckt.

Bei aller Begeisterung für Bits und Bytes: bei Dichtungen können Anwender und Betreiber keine Kompromisse machen – das weiß auch EagleBurgmann. Der Unternehmensclaim „Rely on Excellence“ stellt daher nicht ohne Grund die Zuverlässigkeit voran.
Bei aller Begeisterung für Bits und Bytes: bei Dichtungen können Anwender und Betreiber keine Kompromisse machen – das weiß auch EagleBurgmann. Der Unternehmensclaim „Rely on Excellence“ stellt daher nicht ohne Grund die Zuverlässigkeit voran.
(Bild: EagleBurgmann)

Deutschlands ausgezeichneter Digital-Antreiber sitzt nicht in Berlin, Köln oder Hamburg und ohne Blick auf die verglasten Hochhausfassaden der Frankfurter Skyline, sondern in Oberbayern, mit Blick auf die Gipfel des Karwendel- und Wettersteingebirges. Hier, im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, fühlt sich die Transformation zu Hause. Dass das so ist und der Chief Information Officer 2021 aus dem Alpenvorland kommt, hat mit einem Unternehmen zu tun: EagleBurgmann. Mit dem Programm „IT-Transformation 2020“ hat die Firma ihre digitale Infrastruktur verschlankt, vereinheitlicht und zukunftsfit gemacht.

Aber Moment mal, EagleBurgmann? Machen die nicht mechanische Dichtungen? Also durch und durch analoge Komponenten, die – einmal eingebaut – hoffentlich lange verlässlich ihren Dienst verrichten? Oberflächengüte, Fertigungstoleranzen, Material-Expertise und allen voran Zuverlässigkeit heißen die wesentlichen Kriterien bei der Auswahl einer Dichtungstechnologie, gestern wie heute. Das weiß auch der Vorsitzende der EagleBurgmann-Geschäftsführung: „Technologisch kommt Innovation im Dichtungsumfeld eher inkrementell daher“, berichtet der Dichtungs-Experte Dr. Andreas Raps. „Wir nähern uns Schritt für Schritt der Exzellenz.“

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Wie agil sind Dichtungslösungen?

Das klingt erst einmal nicht sehr disruptiv. Eher nach ‚Vorsprung durch Technik‘ als nach ‚move fast and break things‘ – und damit so gar nicht nach der üblichen Prosa der Digitalisierungs-Apologeten. Und doch leistet sich ausgerechnet ein Dichtungsexperte ein dediziertes IT-Programm und ein Digital Lab – da muss die Frage nach dem Warum erlaubt sein. „Unsere Stärke ist, dass wir beim Kunden vor Ort vernetzt sind und dessen Sorgen und Anliegen kennen“, erklärt Raps.

„Wir haben unser Digital Lab nicht deshalb ins Leben gerufen, weil alle Firmen eines haben, sondern um nahe am Kerngeschäft Produkte und Dienstleistungen entwickeln zu können, die an den Pain Points der Kunden ansetzen.“ Wo drückt der Schuh? Was erwarten Betreiber und Engineering-Experten von Dichtungslösungen? Und wie könnte die digitalisierte Fluidik helfen, hier Mehrwerte zu heben?

Damit bietet EagleBurgmann eine digitale „Einflugschneise“ in die Welt der Dichtungen: Alles – von Informationen über den Erstkontakt zur Bestellung bis hin zur Dokumentation – soll der Kunde künftig auch im Netz finden. Setze man die Digitalisierung konsequent um, seien in Zukunft noch ganz andere Möglichkeiten vorstellbar: „Außer Erfahrung hat der Kunde oft keine Indikation wie lange eine Dichtung und damit ein System hält“, erklärt der EagleBurgmann-CEO.

„Wir arbeiten an Lösungen für die Predictive Maintenance, für die wir aus der Dichtung Daten auslesen: vom Verschleiß über die Laufzeit in Betriebsstunden bis zu Parametern wie Temperatur oder Druck. So wollen wir dafür sorgen, dass Anlagen reibungsloser betrieben werden können und Instandhalter ein einfacheres Leben haben.“

Das Digital Lab – Ein Zuhause für Ideen

Das Digital Lab beschreibt der Manager als „ein Radar, das versucht, den Schmerzpunkt des Kunden zu verstehen und in immer kürzeren Zyklen eine Antwort zu geben.“ Damit war es aus Sicht der Dichtungsspezialisten folgerichtig, diese Themen nicht nur organisatorisch darzustellen, sondern auch den passenden Rahmen zu schaffen. Im Digital Lab dominiert statt Cubicles oder Einzelbüros eine moderne, leicht verspielte Büroarchitektur, in der Computerarbeitsplätze, Meeting-Flächen und „echte“ Hardwarekomponenten gleichberechtigt nebeneinanderstehen.

Aus Tradition innovativ

EagleBurgmann ist ein weltweit führender Anbieter von Dichtungslösungen für zahlreiche Industrien. Dazu gehören etwa Gleitringdichtungen und Dichtungsversorgungssysteme, Magnetkupplungen und Kohleschwimmringdichtungen, aber auch Kompensatoren und Flachdichtungen. Das Unternehmen wurde 1884 gegründet, arbeitet seit 1951 aus Wolfratshausen, südlich von München, heraus und erwirtschaftet heute mit rund 6.000 Beschäftigten ungefähr 900 Millionen Euro Umsatz. Seit 2004 gehört EagleBurgmann zur Freudenberg Gruppe (Weinheim an der Bergstraße) und ist seitdem ein Joint Venture zwischen Freudenberg und der japanischen EKK Gruppe.

Bevölkert wird dieses Ideen-Reich von einem Mix aus erfahrenen und jungen Mitarbeitern aus unterschiedlichen Disziplinen. Und natürlich, so Raps, sind auch die Arbeitsmethoden der digitalen Taskforce modern, agil und aus der Softwareentwicklung entlehnt – so werden Projekte „lean“ nach der Scrum-Methodik aufgesetzt, wobei sich die Teams selbst organisieren. Auch sind die „Digitalos“ nicht im abgehobenen Elfenbeinturm eines Lofts oder an einem externen Campus zu finden, sondern am Wolfratshausener EagleBurgmann-Stammsitz, Tür an Tür mit Hardware-Entwicklern, Geschäftsführung und Testständen.

Wenn die Dichtung mitdenkt: So werden die Komponenten smart

Um die bisher analogen Dichtungslösungen zu vernetzen, reicht allerdings ein Ethernetkabel nicht aus. Umso konsequenter betreten die Wolfratshausener Neuland: Mit eingebauter und vernetzter Sensorik wird die Dichtung selbst intelligent – dazu kommen passende digitale Produkte, die Anwender bei der Analyse unterstützen. Dafür werden Betriebsdaten über eine EagleBurgmann-Plattform erfasst und ausgewertet, um einen Überblick über die Leistungsparameter des eingesetzten Produktes zu bekommen. Damit kann etwa der Zeitpunkt des Verschleißes im Voraus bestimmt und ein Bestellvorgang angestoßen werden.

Natürlich darf die Datenwolke nicht zur Insellösung werden, bestätigt Dr. Matthias Schmitt, Vice President Strategic & Digital Business Development, des Wolfratshausener Dichtungsspezialisten: „Geschlossene Systeme sind langfristig ein ‘Dead End’. Da aber derzeit keine entsprechende Plattform am Markt verfügbar ist, braucht es für den Start holistische Systeme. Diese bauen wir aber so auf, dass wir an andere Lösungen andocken können, die es heute zum Teil noch gar nicht gibt.“

Alles auf einen Blick: Service-Lösung für Dichtungsinformation

Alles im Blick, egal von wo: Mit EagleBurgmann Instant Service haben Betreiber alle relevanten Informationen im Zugriff.
Alles im Blick, egal von wo: Mit EagleBurgmann Instant Service haben Betreiber alle relevanten Informationen im Zugriff.
(Bild: EagleBurgmann)

Kleine Ursache, großer Effekt: Schäden an vergleichsweise kleinen Komponenten können komplexe Maschinen oder komplette Produktionsanlagen lahmlegen. Die Schäden gehen – je nach Anlagentyp und Produkt – schnell in die Millionen. Auch Dichtungen, etwa in Rührwerken oder Pumpen, werden so zu kritischen Komponenten, die es im Auge zu behalten gilt. Doch wie kommt man an die notwendigen Informationen zu einzelnen Bauteilen? EagleBurgmann digitalisiert mit Instant Service das Dichtungswissen: Die webbasierte Anwendung ermöglicht per QR-Code an den verbauten Komponenten einen unkomplizierten und direkten Zugriff auf die dichtungsbezogenen Dokumente, wie etwa Zeichnungen, Handbücher, Zertifikate und Reparaturberichte.

Die App für Tablet, PC oder Smartphone bietet damit nicht nur einen schnellen und direkten Zugriff auf die relevanten Informationen, sondern hat auch eine Funktion zur Ersatzteilabfrage und -bestellung direkt integriert. Damit können Anwender direkt vor Ort in der Anlage die Bauteildokumentation einsehen, Bestellungen anstoßen oder Auffälligkeiten und Inspektionsbefunde dokumentieren, erklärt der Hersteller. Natürlich sind auch die Kontakte zu Service und Vertrieb des Wolfratshausener Dichtungsspezialisten hinterlegt. Die Datenübertragung erfolgt verschlüsselt und über eine sichere Verbindung, sodass Dritte ohne Zustimmung keinen Zugriff erlangen können.

Auf diese Weise haben Betreiber und Instandhalter nicht nur alle relevanten Daten und Fakten zu den Dichtungssystemen von EagleBurgmann immer im Blick, sondern können ihre Zeit besser für die eigentliche Wartung, Prüfung und Instandhaltung nutzen. Natürlich lassen sich auch bereits vorhandene Komponenten auf dem Portal myEagleBurgmann registrieren und managen. Damit erlaubt das Digital-Angebot der Dichtungsspezialisten neben der Webshop- und Überwachungsfunktion auch das individuelle Strukturieren einer Anlage und der eingesetzten Dichtungstechnik.

Die einzigartige Kombination aus Information und Dokumentation sowie Sales- und Service-Prozesse sorgt so im Zusammenspiel mit den Kunden für eine optimierte Instandhaltung und kurze Reaktionszeiten, heißt es in Wolfratshausen. Bei Bedarf unterstützt EagleBurgmann Betreiber auch mit verschiedenen Serviceprogrammen und -modulen, von der Schulung über die Analyse bis zur Vor-Ort-Einsätzen in der Anlage.

Bis es so weit ist, müssen die Entwickler allerdings noch ein wenig Hirnschmalz in die Integration des Sensors stecken. Dafür braucht es zum einen die passende Messtechnik, aber auch ein angepasstes Dichtungsdesign. Das helfe nicht nur dem Hersteller, seine Produkte besser zu verstehen, sondern ermögliche dem Betreiber ein besseres Prozessverständnis, ist man sich in Wolfratshausen sicher. „Natürlich sind wir keine Besserwisser und sagen einer Molkerei oder Raffinerie, wie der Prozess läuft“, versichert Raps. „Mit unserem Erfahrungsschatz können wir aber eine Beraterfunktion einnehmen.“

Dichtungsexperten können bei Qualität keine Kompromisse machen

Denn die wichtigste Aufgabe einer Dichtung ist und bleibt das sichere und zuverlässige Abdichten. Gerade so komplexe Lösungen wie die Dichtungskomponenten von EagleBurgmann werden häufig in kleiner Stückzahl im manufakturähnlichen Betrieb gefertigt, wobei es auf Operational Excellence und Toleranzen im Mikrometer-Bereich ankommt. „Rely on Excellence“ lautet dementsprechend der Claim des Unternehmens – ein Anspruch, aber auch eine Verpflichtung: „Wir müssen mit jeder Dichtung, die das Haus verlässt, sicherstellen, dass die Anforderungen unserer Kunden erfüllt werden.“

Das gilt ganz besonders bei den sogenannten Zero-Leakage-Lösungen: Während Gleitringdichtungen immer minimale Undichtigkeiten aufweisen und auch zur Funktion benötigen, dichten diese Lösungen optimal ab. Damit punktet die Technologie etwa beim Einsatz mit Methan, dem Hauptbestandteil von Erdgas und zugleich einem potenten Klimagas mit einer um das 84-fach höheren Wirkung als CO2. Lösungen wie die Zero-Emission-Gleitringdichtung CobaDGS würden zuverlässig jede Gasleckage verhindern und zugleich die von einer Tandemdichtung gewohnte Sicherheit und Funktionalität bieten, erklären die Entwickler.

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„Für uns ist das naheliegend, weil wir uns auf die Fahnen geschrieben haben, unsere Kunden dabei zu unterstützen, selbst grüner zu werden“, so Raps. „Mit unseren Produkten können ganze Industriezweige einen großen Schritt auf dem Weg zu Klimaneutralität vorwärts kommen. Wenn Dichtungen dabei helfen, den Ausstoß von Methan aus Pipelines zu stoppen, ist uns, den Kunden und dem Planeten geholfen.“

Mehr als ein Trend: Überzeugungstäter bei der Nachhaltigkeit

Für den EagleBurgmann-Geschäftsführer ist Nachhaltigkeit daher kein Trend, sondern eine Notwendigkeit. „Unsere Kunden, nicht nur in der Öl- und Gasindustrie, sondern auch in der Chemie-, Pharma- und Lebensmittelindustrie fragen uns immer häufiger nach nachhaltigen Dichtungslösungen.“ Ein Grund mehr, auch in Zukunft auf das Thema Innovation zu setzen.

Dafür will EagleBurgmann einen zentralen Ideen-Hub am Standort Wolfratshausen an den Start bringen: Das geplante Innovation Center soll den Entwicklern und Experten der Gruppe optimale Arbeitsbedingungen bieten, um die Technologien der Zukunft zu entwickeln. „Wir wollen damit eine Begegnungsstätte für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schaffen. Deswegen planen wir hier auch keine klassische Bürokonzeption, sondern nähern uns an moderne Arbeitsformen und Büroarchitektur an“, erklärt Raps das Konzept des Innovation Centers, in dem in Zukunft dezentrale Einflüsse und Ideen aus der ganzen Welt zusammenlaufen und in zentrale Entwicklungsarbeit einfließen sollen.

EagleBurgmann begreift das geplante Center als klares Bekenntnis zur Zukunft und zum Standort – wobei auch am zweiten EagleBurgmann-Hauptquartier in Tokio fleißig entwickelt wird. Seitdem 2004 der neue Eigner Freudenberg das Traditionsunternehmen Burgmann in ein Joint-Venture mit der japanischen EKK einbrachte, läuft die Zusammenarbeit auf Hochtouren.

Aus zwei mach eins: Die deutsch-japanische Erfolgsgeschichte

Dabei ergänzen sich nach Ansicht Raps die deutsche Mentalität der ehemaligen Burgmann und die japanische Sichtweise der Kollegen von Eagle, schätzten doch beide Kulturen eine langfristige Orientierung, die Erfolg nicht als Einbahnstraße versteht. „Wir arbeiten nicht von Quartal zu Quartal: Wenn wir mit einem Kunden sprechen, sprechen wir nicht nur über ein Geschäft, ein Projekt oder ein Produkt, sondern hoffentlich über eine jahrzehntelange Partnerschaft“, erklärt der Manager – und das gilt in Oberbayern ebenso wie im Land der aufgehenden Sonne.

Tatsächlich werden deutsche wie japanische Ingenieure häufig als technologieverliebte Tüftler wahrgenommen, die nach einer „perfekten“ Konstruktion streben. Wie passt das in die schöne neue Welt agiler Projektarbeit und beschleunigter Entwicklungszyklen? „Mit Augenmaß und Menschenverstand“, meint Dichtungsspezialist Raps. „Natürlich sind die Qualität und Verlässlichkeit unserer Produkte nicht verhandelbar: Dichtungen müssen abdichten, bis hin zu unseren Zero-Leakage-Produkten. Aber wie man dorthin kommt, funktioniert heute anders als vor dreißig Jahren. Arbeitsmethoden sind heute agiler und schneller,“ so der Manager.

Das Unternehmen, das heute EagleBurgmann heißt, besteht bereits seit 1884 – klar, dass so eine lange Geschichte nicht ohne Veränderungen zu haben ist. Klar ist auch, dass die Zukunft unsicher ist, und das heute mehr denn je: Herausforderungen werden zunehmend von außerhalb der unmittelbaren Abnehmer-Industrien in den Markt getragen. Gerade in unruhigen Zeiten wolle das Unternehmen als verlässlicher Partner für Ausrüster und Betreiber Sicherheit und Zuverlässigkeit bieten, meint Raps: „Unsere Stärke bei EagleBurgmann ist der Veränderungswille von innen heraus – es sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche großartige Ideen haben – dem müssen wir Rechnung tragen, damit sie diese auch verwirklichen können.“

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