Engineering/Gase Linde will Strukturen ändern und Prozesse beschleunigen

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Linde hat seine positive Entwicklung im Geschäftsjahr 2014 fortgesetzt und sowohl das operative Konzernergebnis als auch den Konzernumsatz auf währungsbereinigter Basis gesteigert. Der operative Cash Flow übertraf den Vorjahreswert. Das Gase- und Engineeringunternehmen will in Zukunft Strukturen ändern und Prozesse beschleunigen.

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Linde blickt positiv in die Zukunft und geht davon aus, in der Engineering Division im laufenden Geschäftsjahr einen Umsatz von 3 bis 3,3 Milliarden Euro zu erzielen.
Linde blickt positiv in die Zukunft und geht davon aus, in der Engineering Division im laufenden Geschäftsjahr einen Umsatz von 3 bis 3,3 Milliarden Euro zu erzielen.
(Bild: The Linde Group)

München – „Trotz ungünstiger Rahmenbedingungen und negativer Währungskurseffekte, haben wir uns im vergangenen Geschäftsjahr gut entwickelt“, sagte Dr. Wolfgang Büchele, Vorsitzender des Vorstands von Linde. "Wir haben Umsatz und Ergebnis währungsbereinigt gesteigert und konnten auch beim operativen Cash Flow erneut zulegen. Deshalb sind wir in der erfreulichen Lage, unsere von Kontinuität geprägte Dividendenpolitik weiter fortzusetzen", erklärte Büchele. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 3,15 Euro je Stückaktie zur Beschlussfassung vorlegen. Im Vergleich zum Vorjahr (3 Euro) entspricht dies einer Anhebung um 5 %.

„Wir ergreifen derzeit eine Vielzahl an Maßnahmen, um unsere Stärken auszubauen und unsere nachhaltige Profitabilität weiter zu steigern“, so Büchele. Für das laufende Geschäftsjahr 2015 rechnet das Unternehmen, je nach Konjunkturverlauf und Entwicklung der Währungskursverhältnisse, mit einem Konzernumsatz in Höhe von 18,2 bis 19 Milliarden Euro. Beim operativen Konzernergebnis erwartet Linde, bereinigt um Sondereinflüsse, eine Verbesserung auf 4,1 bis 4,3 Milliarden Euro.

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Positive Geschäftsentwicklung im Jahr 2014

Im Geschäftsjahr 2014 ist der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 % auf 17,047 Milliarden Euro (Vj. 16,655 Milliarden Euro) gewachsen. Die Umsatzentwicklung wurde vor allem in den ersten neun Monaten erheblich durch Währungskursveränderungen beeinträchtigt. Bereinigt um diese negativen Effekte, die einem Umsatz von 346 Millionen Euro entsprechen, lag das Umsatzplus bei 4,5 %.

Ungünstig wirkten sich die Währungskurseffekte auch auf das operative Konzernergebnis aus. Linde erreichte mit 3,920 Milliarden Euro nicht ganz den Wert des Vorjahres (Vj. 3,966 Milliarden Euro). Ohne diese Verschiebungen, die einem Ergebniseffekt im Berichtszeitraum von 83 Millionen Euro entsprachen, hätte das Unternehmen das operative Konzernergebnis um 1 % verbessert. Die operative Konzernmarge lag bei 23 % (Vj. 23,8 %). Bei der Margenentwicklung ist zu beachten, dass die Engineering Division im Geschäftsjahr 2014 – wie erwartet – mehr zum Konzernumsatz beigetragen hat als im Vorjahr. Das Engineering-Geschäft weist im Vergleich zu den Gaseaktivitäten eine niedrigere Marge aus.

Hoher Auftragsbestand in der Engineering Division

Im internationalen Projektgeschäft Anlagenbau konnte Linde ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 verzeichnen. Umsatz und Ergebnis entwickelten sich im Einklang mit den Fortschritten bei den einzelnen Bauvorhaben. Der Umsatz in der Engineering Division ist um 7,9 % auf 3,106 Milliarden Euro (Vj. 2,879 Milliarden Euro) gestiegen. Beim operativen Ergebnis konnte das Unternehmen mit 300 Millionen Euro nicht ganz das Niveau des Vorjahres (319 Millionen Euro) erreichen. Die operative Marge betrug 9,7 % (Vj. 11,1 %). Dieser Wert liegt deutlich über dem Branchendurchschnitt und entspricht der Zielmarke von rund 10 %, die Linde für das Geschäftsjahr 2014 angestrebt hatte.

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