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Erdgasaufbereitung Linde und Evonik bieten gemeinsame Membrantechnologie für Gasseparation an

| Redakteur: Alexander Stark

The Linde Group und das Spezialchemieunternehmen Evonik Industries haben einen exklusiven Kooperationsvertrag zum Einsatz von Membranen für die Erdgasaufbereitung geschlossen.

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Onshore Erdgasaufbereitungsanlage
Onshore Erdgasaufbereitungsanlage
(Bild: The Linde Group)

München – Im Rahmen der Zusammenarbeit wollen beide Unternehmen gemeinsam die Membrantechnologie vorantreiben – Evonik auf der Membran- und Polymerseite und die Linde Engineering Division als Systemintegrator für komplette Membransysteme. Als Basis dient die etablierte Membrantechnologie von des Spezialchemiekonzerns. Das gemeinsame Produkt wird von Linde als Hochleistungs-Membransystem „Hiselect powered by Evonik“ vertrieben.

Tobias Keller, Leiter des Bereichs Adsorptions- und Membrananlagen bei der Linde Engineering Division, erklärte, dass die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Evonik nun auf den bedeutenden Gasseparationsmarkt der Erdgasaufbereitung ausgeweitet werde. Hiselect Membranen würden neue, innovative Möglichkeiten der Gastrennung eröffnen – speziell in Kombination mit anderen etablierten Verfahren des Anbieters.

Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht die polymerbasierte Membrantechnologie von Evonik. Das Spezialchemieunternehmen hat diese für den Erdgasbereich weiterentwickelt und kürzlich kommerzialisiert. Sie bildet das Herzstück der neuen Membran von Linde, die der Technologiekonzern in kompletten Membransystemen für Onshore-Gastrenn- und Aufbereitungsanlagen weltweit vertreiben wird.

Bereits im Jahr 2016 haben Linde und Evonik ihre Zusammenarbeit im Bereich der membranbasierten Gasseparation gestärkt. Aus der Partnerschaft ist eine Referenzanlage zur Heliumaufbereitung in Mankota (Kanada) in Betrieb gegangen, die beide Trennverfahren, die Membran- und die Druckwechseladsorptions-Technik, kombiniert – die weltweit erste dieser Art. Die Anlage verarbeitet mehr als 250.000 Normkubikmeter Rohgas pro Tag und produziert Helium in Industriequalität (99,999 %).

Die Sepuran-Produktfamilie umfasst Membranen zur Biogasaufbereitung, Stickstoffgewinnung sowie zur Helium- und Wasserstoffaufbereitung. Sie werden am Evonik-Standort in Schörfling (Österreich) produziert. Im benachbarten Evonik Standort in Lenzing wird das Ausgangsmaterial – der Hochleistungskunststoff – hergestellt.

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