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Spatenstich Linde beginnt mit Bau von Wasserstoff-Verflüssigungsanlage in Leuna

| Redakteur: Alexander Stark

Der Chemiestandort Leuna entwickelt sich zum europäischen Zentrum für die Wasserstoff- Verflüssigung. Aktuell arbeiten in Europa drei Wasserstoff-Verflüssigungsanlagen – eine davon am Produktionsstandort in Leuna. Jetzt errichtet Linde am Standort eine weitere, hochmoderne Anlage, die 2021 in Betrieb gehen soll.

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Aktuell arbeiten in Europa drei Wasserstoff- Verflüssigungsanlagen, eine davon am Produktionsstandort des Industriegasekonzerns Linde in Leuna.
Aktuell arbeiten in Europa drei Wasserstoff- Verflüssigungsanlagen, eine davon am Produktionsstandort des Industriegasekonzerns Linde in Leuna.
(Bild: Linde)

Leuna; München – Mit einer offiziellen Feierstunde am 30. Oktober haben die Bauarbeiten für die neue Wasserstoff-Verflüssigungsanlage von Linde in Leuna begonnen. Neben Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff griffen auch Jens Waldeck, Geschäftsleiter Linde Gas für die Region Zentraleuropa, Dr. Dietlind Hagenau, Bürgermeisterin der Stadt Leuna, und Dr. Christof Günther, Geschäftsführer von Infra Leuna zum Spaten. In seiner Ansprache unterstrich Jens Waldeck die Wichtigkeit der Investition für Linde und seine Kunden. Wasserstoff ist nach seiner Auffassung ein Energieträger der Zukunft. Europaweit steige die Nachfrage.

Die Bedeutung des neuen Wasserstoff-Verflüssigers für Leuna betonte Ministerpräsident Reiner Haseloff in seinem Grußwort. Er sieht den Standort damit gut aufgestellt, um sich zu einem europäischen Zentrum für Gasverflüssigung zu entwickeln.

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Mit der neuen Anlage, die dem Unternehmen zufolge die modernste ihrer Art in Europa sein wird, verdoppelt Linde die Verflüssigungskapazitäten am Standort. Statt bislang fünf können bald bis zu zehn Tonnen flüssiger Wasserstoff pro Tag produziert werden. Beide Anlagen werden derzeit von den benachbarten Wasserstoff-Produktionsanlagen über eine Pipeline mit dem gasförmigen Rohprodukt versorgt.

Auch „grüner“ Wasserstoff aus dem geplanten Reallabor in Leuna kann hier zukünftig verarbeitet und zur Versorgung von Wasserstofftankstellen verwendet werden. Der Wasserstoff wird in der neuen Anlage bei einer Temperatur von -253 °C verflüssigt und im Anschluss an speziellen Füllständen zum Lkw-Transport verladen. In flüssiger Form besitzt Wasserstoff einen wesentlich höheren Energieinhalt pro Volumeneinheit als in gasförmig komprimiertem Zustand. Die Anzahl der notwendigen Fahrten zur Belieferung der Abnehmer reduziert sich damit signifikant. Ohnehin sind die Wege zu den meisten Kunden von Leuna aus nicht weit: Zu den größten Abnehmern zählt die sächsische Elektronikindustrie, wo der hochreine, verflüssigte Wasserstoff als Prozessgas in der Halbleiterfertigung unentbehrlich ist.

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