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Laserkennzeichnung

Laserkennzeichnung in der Brauerei

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Die hohe Durchlaufgeschwindigkeit erweckt den Eindruck die Flaschen würden sich in der Etikettiermaschine rückwärts bewegen, während sie mit präzisem Laserstrahl ihre Markierung erhalten. (Bild: KBA-Metronic)
Die hohe Durchlaufgeschwindigkeit erweckt den Eindruck die Flaschen würden sich in der Etikettiermaschine rückwärts bewegen, während sie mit präzisem Laserstrahl ihre Markierung erhalten. (Bild: KBA-Metronic)

Ein Kohlendioxyd-Laser kennzeichnet in einer Brauerei das Rückenetikett von Bierflaschen – unter erschwerten Bedingungen, weil der Laser in einem Nassraum steht und die Durchlaufgeschwindigkeit extrem hoch ist.

Für die bei Tauberbischofsheim, im idylischen Taubertal in Nordbaden, beheimatete Brauerei Distelhäuser ist nicht die rigorose Steigerung der Ausbringungsmenge das erklärte Unternehmensziel. Vielmehr versteht die mittelständische Privatbrauerei und Mitglied von „Die Freien Brauer“ die gleichbleibende Qualität ihrer Biere und die damit verbundene hohe Kundenzufriedenheit als Schlüssel ihres Erfolges.

An erster Stelle stehen bei Distelhäuser die Menschen, vor allem die 147 Mitarbeiter der Brauerei. Nach alten, überlieferten Brauverfahren und mit Rohstoffen aus der Region, stellen sie die Qualität der Biere sicher. Die eigene Verpflichtung Traditionen zu bewahren, steht dabei neuen Ideen nicht im Weg. Den Beweis liefert Distelhäuser Brauerei mit aktuell 16 verschiedenen Biersorten und Biermischgetränken, darunter Pils, Export, Hefeweizen, Radler und Dinkelbier, die mit modernster Brautechnik hergestellt werden.

„Beim Brauen verwenden wir ausschließlich natürliche Rohstoffe die in der richtigen Zusammenstellung den für unsere Biere typischen Geschmack ergeben. Es kann durchaus vorgekommen, dass nach Rezeptur, bestätigt durch Technik und Analytik, alles richtig gemacht wurde, aber am Ende des Gärprozesses festgestellt wird, dass das Bier nicht unsere gewünschten Geruchs- und Geschmackserwartungen trifft“, erklärt Robert Schlagbauer, Braumeister und Produktionsleiter.

„Aus Überzeugung füllen wir kein Bier ab, dass unseren sensorischen Erwartungen, d.h. unserem Geschmack, nicht entspricht. Distelhäuser Bier steht für konstante Qualität. Nicht umsonst erhalten wir dafür Jahr um Jahr Auszeichnungen im In- und Ausland.“ In diesem Jahr schnitt die Distelhäuser Brauerei beim internationalen „World Beer Cup“ als beste Brauerei Europas ab: Sie errang einmal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze und damit allein vier der insgesamt 16 deutschen Medaillen.

Der konsequente Qualitätsanspruch zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Brauerei und wird ebenso von den Lieferanten aus Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistung kritisch eingefordert.

Auswahl der richtigen Systeme

Bei Distelhäuser erfolgt die Flaschenabfüllung ausnahmslos in Mehrweg. Damit nur einwandfreie Flaschen zur Befüllung gelangen, werden die 0,33 l und 0,5 l Glasflaschen auf Rückstände und Beschädigungen geprüft bevor sie in die eigentliche Abfüllanlage gelangen. Das erst kürzlich installierte Füllkarussell von KHS hat 108 Füllstationen, um durchschnittlich 40 000 Flaschen pro Stunde zu befüllen und zu verschließen. Hier wird die Geschwindigkeit für alle vor- und nachgelagerten Maschinen vorgegeben.

Unmittelbar nachdem in der Krones Solomatic die mit Nassleim bestrichenen Etiketten auf den Flaschenkörper aufgebracht wurden, kommt der CO2 Laser K-1060 SHS von KBA-Metronic zum Einsatz und kennzeichnet mit seinem schnellem Schreibkopf das Rü-ckenetikett der Flasche mit einer alphanumerischen Zeichenkombination. Diese dauerhaft aufgebrachte Kennzeichnung ermöglicht einerseits die Rückverfolgbarkeit der Flasche und informiert zum anderen den Verbraucher über das gesetzlich vorgeschriebene Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) des Inhaltes. Weder die Geschwindigkeit, noch das metallisierte und demzufolge reflektierende Papier des Rückenetikettes stellen dabei für die Kennzeichnung eine nennenswerte Herausforderung dar.

Schwierige Umgebung

Der Kennzeichnungslaser hält durch eine unkomplizierte, aber sehr effiziente Positionierung den erhöhten Anforderungen eines Nassraumes innerhalb der Etikettierstation stand. Die Strahlquelle des Lasers wurde einfach oberhalb der Etikettiermaschine platziert, lediglich der Laserstrahl wird über ein Führungsrohr in den unmittelbar neben den Flaschentellern befestigten Druckkopf geleitet. Der absolut wasserunempfindliche Druckkopf des Kennzeichnungslasers beschriftet so aus kürzester Entfernung zuverlässig die Rückenetiketten.

Weil der Kennzeichnungslaser keine externe Druckluft benötigt und auf Verbrauchsmittel aller Art verzichtet werden kann, entfallen zusätzliche laufende Kosten für das Kennzeichnungssystem. Bereits seit Ende 2000 verwendet die Distelhäuser Brauerei für das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) die Laserkennzeichnung.

Nach ersten Versuchen hat man sich schon damals für Lasersysteme von KBA-Metronic entschieden. Als im Jahre 2007 das damals eingesetzte Dot-Matrix-Lasersystem eine neue Strahlquelle benötigte, hat man sich kurzerhand für ein neues „state-of-the-art“-Lasersystem, den CO2 Laser K-1060 SHS, entschieden. Dazu Ludwig Royackers, Flaschenkellermeister: „In den 2 ½ Jahren, die denen wir den K-1060 schon im Einsatz ist, hat er uns noch nie im Stich gelassen. Selbst wenn wir die Flaschengröße umstellen, lässt sich der Laser auf Knopfdruck am Touch-Panel schnell und einfach einrichten.“

* Die Autorin arbeitet als Manager Marketing bei KBA Metronic GmbH in Veitshöchsheim.

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